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Donnerstag, 16. Juli 2015

"Die traditionelle IT-Organisation kann mit dem Cloud-Angebot nicht mithalten!" - Was Cloud für Unternehmen und den CIO bedeutet.

Im Gespräch mit Martin Andenmatten, Gründer der Glenfis AG über die Rolle der internen IT in einem sich verändernden Marktumfeld, was die Cloud für Unternehmen und ihr Business bedeutet und wie eine Cloud Governance aussehen kann.

Welche Auswirkungen hat Cloud Technologie auf die Art und Weise, wie IT-Services erbracht werden?
Die Cloud Technologie ist grundsätzlich nicht neu. Die Art und Weise wie aber heute IT-Services mit Hilfe von Cloud Technologien erbracht werden, revolutioniert die Nutzung und Bereitstellung von IT Lösungen.  Die Cloud Technologie macht die aktuell stark diskutierte industrielle Digitalisierung erst möglich. Unternehmen brauchen keine millionenschweren Investitionen mehr, um die modernsten Technologien nutzen zu können und die Vernetzung  ist global und rund um die Uhr frei verfügbar. Dadurch wird die Welt zum Dorf, welches für alle Menschen offen steht.

Was bedeutet das für das Unternehmen?
Für Unternehmen ist diese Veränderung eine gewaltige Herausforderung. Einerseits bieten sich enorme Chancen, neue Geschäftsmodelle digital abzubilden. Die Cloud Technologie  ermöglicht es Unternehmen ohne grosse Projektinvestitionen schnell neue Services aufzuschalten und zu nutzen. Die Budgets werden von Capex zu Opex verschoben. Und so schnell wie ein Cloud Service aufgeschaltet wird, so schnell wird man ihn bei richtiger Vorbereitung und Kontrolle auch wieder los.

Andererseits bergen die neuen Technologien auch grosse Risiken. Die Kontrolle der Daten und damit die Einhaltung von Geschäftsgeheimnissen ist gefährdet oder gar unmöglich, wenn nicht die notwendigen Governance-Strukturen aufgebaut und durchgesetzt werden.  Zudem weiss man nie mit Gewissheit, was mit den Daten geschieht, wenn man den Cloud Provider wechselt.
Was bedeutet das für die interne IT-Organisation?

Traditionelle IT-Organisationen können mit dem Cloud-Angebot auf dem Markt nicht mehr mithalten. Mehr und mehr werden eigene IT-Leistungen durch Cloud Lösungen abgelöst, sodass innerhalb der internen IT-Organisation immer weniger mehr selbst betrieben wird. Die Rolle der internen IT wird immer stärker hinterfragt.
Hier liegt aber auch die grosse Chance für interne IT-Organisationen. Sie bilden die Service-Integrationsfunktion zwischen den Business-Einheiten und den verschiedenen Cloud-Service Anbietern.  Sie stellen die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben sicher, steuern die Lieferanten und koordinieren Anforderungen und Störungsfälle zwischen den beteiligten Cloud Providern. Es sind in Zukunft ganz spezifische Skills gefragt: Professionelle Cloud Service Manager mit Erfahrung im Lieferantenmanagement und einer ausgeprägten Kunden- und Service-Fokussierung. Reine Techies werden es in Zukunft schwer haben bei Unternehmen. Sie müssen wohl zu den Providern wechseln.

Welche Governance Instrumente stehen dem IT-Management zur Verfügung?
Eine gute und auf das Business abgestützte Governance-Struktur ist unerlässlich. Es braucht klare Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen Business, interner IT sowie den externen Service Providern. Zur Unterstützung zum Aufbau dieser Governance-Strukturen braucht es keine wesentlich neuen Best Practice Frameworks. COBIT und ITIL bilden nach wie vor die Basis Instrumente, welche die Grundlagen dazu liefern. Was sich immer mehr nun durchsetzt ist das SIAM-Modell: Service Integration and Management. Dieser Ansatz geht implizit auf das Multiprovider-Management ein und stellt die Servicequalität auf der gesamten Service-Lieferkette – oder auf dem gesamten Service Liefernetzwerk sicher. Der heute noch oft gewählte Best-of-Breed Sourcing-Ansatz mag für eine spezifische Sitution überzeugen – aber in der gesamten Service-Landschaft braucht es nun klar definierte Integrations-Standards für die Prozesse, das Tooling und das Reporting.

Was ist daher bei Cloudverträgen zu beachten?
Bei Commodity-Cloud-Anbieter (Public cloud) wird es schwierig sein, auf deren Verträge Einfluss zu nehmen. Es liegt ja gerade in der Natur solcher Services, dass diese für eine breite Masse ohne individuelle Anpassungen zu Tiefstpreisen angeboten werden können. Bei Private-Cloud-Lösungen ist der Einfluss entsprechend grösser – andererseits sind diese jedoch oft teurer und nicht gleich flexibel einsetz- und austauschbar.

Es ist wichtig, dass die interne IT-Organisation verbindliche Standards für externe Cloud-Service Provider definiert, welche eine Integration mit anderen internen oder externen Service-Komponenten zulässt. Es sollten nur solche Cloud-Service Anbieter berücksichtigt werden, welche diesen Standards genügen.
Wenn business-kritische Services betroffen sind, ist es ratsam, dass der Provider eine Verpflichtung zur Durchführung von Audits (ISAE3402, ISAE3000) eingeht und allenfalls eine Zertifizierung ihres Management Systems vorweisen kann (ISO/IEC 20000, ISO/IEC 27001). Aber auch hier gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

In die Verträge gehören klare Leistungsvereinbarungen sowie Rollen und Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten.  Es ist wichtig, dass auch im Vertrag die Service-Transition (Integration) sowie der Service-Exit definiert und die Verpflichtungen hinsichtlich Daten und Löschung geklärt sind.
Was sind die 3 wichtigsten Trends für den Einsatz von Cloud in der Unternehmens-IT?

Cloud Computing ist zwar eine alte Technologie – trotzdem haben sich die Standards noch nicht überall durchgesetzt. Die Interoperabilität und Portabilität zwischen Cloud Anbietern bleibt eine Herausforderung und bilden die Gefahr eines Vendor Lock-in’s. Im Bereich Security, Identity- und Access-Management bestehen heute jedoch sehr gute Technologien und Methoden, welche die Sicherheit mancher interner IT-Lösungen bei weitem in den Schatten stellen. Berater und Integratoren haben derzeit alle Hände voll zu tun.
Trends sind vor allem im Cloud Ökosystem ersichtlich. Es gibt viele neue Player auf dem Markt,  welche als Broker und Integratoren auftreten und die Abwicklung und Steuerung der komplexen Verflechtung als Geschäftsmodell erkannt haben. Der Cloud Marktplatz verändert sich ständig und ununterbrochen werden neue und innovative Lösungen angeboten. Ein eindeutiger Trend ist auch dahingehend sichtbar, dass immer mehr SaaS-Lösungen von Unternehmen in Anspruch genommen werden und dies auch vermehrt in Kernprozessen.

Wer sich und seine IT-Organisation noch nicht auf die neue Realität ausgerichtet hat, wird wo möglich bald auf dem falschen Fuss erwischt.

Martin Andenmatten spricht in seinem Vortrag auf dem 4. Confare SWISS CIO SUMMIT über Cloud Governance und Service Management.  Die Veranstaltung bringt Erfolgsbeispiele aus Unternehmen wie RUAG, Sulzer, Emmi Schweiz AG, Raiffeisen Software, Mobiliar Versicherung, Universität St. Gallen uvm. Ein umfassendes Konferenzprogramm macht das Swiss CIO SUMMIT zum wichtigsten IT-Treffpunkt 2016. Das aktuelle Programm finden Sie hier: www.ciosummit.ch
Im Rahmen des CIO Networking Dinners werden die besten IT-Manager der Schweiz  mit dem Swiss CIO AWARD ausgezeichnet, den Confare gemeinsam mit EY und der Universität St. Gallen verleiht.
Die Teilnahme für IT-Manager ist kostenfrei. Die stürmischen Veränderungen des Marktes sind eine Herausforderung – aber auch eine Riesenchance. Nutzen Sie die Erfahrungen einer exklusiven CIO Community.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Von der Vorbereitung bis zum Umgang mit Pannen: 10 Tipps vom Experten, wie Ihr Vortrag auf einer Confare Konferenz ein Hit wird ...

Gemeinsam. Besser. Machen. ist das Motto von Confare - Gemeinsam mit Market & Speaking liefern wir Ihnen die 10 wichtigsten Tipps, wie Sie mit Ihrem Vortrag bei einer Confare-Konferenz erfolgreich sind. Viel Spaß beim Ausprobieren und Üben:


1)            Die Vorbereitung
Das A & O jeden Vortrages liegt in einer präzisen Vorbereitung. Selbst grandiose Sprecher – und gerade die – bereiten sich minutiös auf ihren Auftritt vor. Warum ist das so wichtig? Eine gute Vorbereitung bietet dem Sprecher selbst ein gutes Gefühl der Sicherheit was wiederum seine Ausstrahlung und somit seine Wirkung auf das Publikum erhöht. Nur wer gut vorbereitet ist, kommt auch gut an.

2)            Authentizität

Gute Vorträge und Präsentationen, die die Hörer begeistern, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie authentisch sind und die Erwartungen der Hörer treffen. Alles in allem müssen Sie immer bleiben, wer und was Sie sind. Das Publikum spürt, wenn Sie versuchen sich zu verstellen. Sie müssen sich in Ihrer Haut wohlfühlen und als Sie selbst punkten Sie auch bei Ihren Zuhörern.


3)            Die Stimme

Die Stimme ist ein Schlüsselreiz in der Kommunikation. Sie signalisiert Ihrem Gegenüber, ob Sie meinen, was Sie sagen. Stimme und Sprechweise sind für Ihren Partner Gradmesser Ihrer Authentizität. Wie Sie von Ihrer Umgebung als Persönlichkeit beurteilt werden, hängt zu über einem Drittel (38%)  vom Klang Ihrer Stimme ab und nur zu 7% vom Wortinhalt! Ihre Argumente wirken bei dem richtigen Stimmeinsatz wesentlich überzeugender und nachhaltiger.

4)            Aufmerksamkeit
Immer wieder Top-Bewertungen für seine Vorträge
auf Confare Konferenzen: Zukunftsforscher Erik Händeler

Bei öffentlichen Auftritten ist ein wesentlicher Punkt, die Atmosphäre im Plenum zu beachten. Bauen Sie Kontakt zu Ihrem Publikum auf, schauen Sie sich Ihr Publikum an, suchen Sie sich eine Person, für die Sie Ihren Vortrag gestalten. Ein lächelndes Gesicht, ein zustimmendes Nicken und schon fühlen Sie sich wohl und das Publikum von Ihnen abgeholt. Wichtig ist dann in weiterer Folge, dass Sie diese gewonnene Aufmerksamkeit nicht wieder verlieren. Versinken Sie nicht in Ihren Ausführungen, sondern spüren Sie nach wie es dem Publikum damit geht.

5)            Inhalte

Wichtig ist es Kernbotschaften zu setzen, die leicht verständlich, einzigartig und schnell zu merken sind. Zu Beginn sollten Sie ein präzises Ziel bei der Präsentation definieren – was erwartet das Publikum. Und dann ist es wichtig den Spannungsbogen zu halten – ein gutes Stilmittel dazu ist es, eine Geschichte zu erzählen. Eine Präsentation dient dazu, die Zuhörer von einer Idee, einem Projekt, einem Produkt etc. zu überzeugen. Daher eine Präsentation so gestalten, dass die Zuhörer in eine interessante Geschichte mit einbezogen werden.
6)            Stilmittel

Sie müssen Ihr Publikum bei einer Präsentation auch emotional erreichen, indem Sie Bilder in den Köpfen verankern und eine Verbindung herstellen. Überraschen Sie Ihre Zuhörer - Menschen mögen es, zu lachen und überrascht zu werden. Um die volle Aufmerksamkeit zu erzielen, angemessene (lustige) Anekdoten und aussagekräftige Zitate mit einbauen. Es sollen beim Erzählen Bilder im Kopf des Gegenübers erzeugt werden, die nachhaltig mit Ihnen, Ihrer Präsentation und Ihrem Unternehmen/Ihrer Dienstleitung verbunden sind.

7)            Präsentationsmaterial

Weniger ist mehr - Zahlen/Daten/Fakten werden bei Präsentationen in Hülle und Fülle präsentiert – diese bleiben jedoch in der Flüchtigkeit des Augenblicks nicht beim Publikum hängen. Daher Bilder verwenden und Emotionen schaffen, diese verankern sich wesentlich besser im Unterbewusstsein. Folien oder anderes Anschauungsmaterial sollen unterstützend wirken und nicht als Störer agieren. Wenn Sie wichtige Zahlen haben, die Ihr Publikum unbedingt wissen muss, verweisen Sie auf ein persönliches Gespräch oder darauf, dass diese in den Handouts nachzulesen sind.

8)            Umgang mit Nervosität

Ziehen Sie sich unmittelbar vor Ihrem Auftritt zurück, sprechen Sie mit niemanden mehr, das ist ein Störfaktor für Ihre Konzentration. Zum Rückzug eignen sich hervorragend Toiletten  oder Sie machen einen kurzen Spaziergang vor der Tür oder um den Block. Aber auf jeden Fall ziehen Sie sich selbst unmittelbar aus dem Geschehen, stellen Sie sich abseits der Bühne und sammeln Sie Ihre Konzentration. Sind Sie in der Reihenfolge später dran, lenken Sie sich ab. Rekapitulieren Sie nicht zum 50. Mal den Inhalt Ihrer Rede – Wissenslücken können jetzt sowieso nicht mehr geschlossen werden.

9)            Der Abschluss

Der Redeschluss soll einen Aha-Effekt mit sich bringen. Fassen Sie zusammen und fordern Sie zur entsprechenden Aktion auf. Geben Sie Ihrem Publikum einen Merksatz an die Hand Es gilt: Fordern, statt danken! Hier schließt sich der Kreis zu dem Ziel, das Sie sich mit der Präsentation gesetzt haben. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem starken Call-to-Action, um nach Ihrem Vortrag den Zuhörern einen Anknüpfungspunkt zu geben, mit Ihnen persönlich ins Gespräch zu kommen.
10) Pannenhilfe

Selbst wenn Sie bestens vorbereitet sind, selbstsicher auftreten und mit Freude an Ihre Präsentation gehen, kann es zur einen oder anderen Panne kommen – keine Panik hier ein paar Schnelltipps zur Pannenhilfe.
             Verhalten Sie sich selbstsicher, zuweilen auch ironisch zu sich selbst.
             Zeigen Sie Humor auch in weniger lustigen Situationen. Lächeln Sie. 
             Versuchen Sie, auch bei Pannen sympathisch zu erscheinen.
             Machen Sie sich keine abwertenden Äußerungen über andere (die Techniker, den Veranstalter ...).

 
 


Ursula Koller ist seit vielen Jahren im Technologiemarketing erfolgreich. Mit ihrem Unternehmen Market & Speaking unterstützt und trainiert sie erfolgreiche Vortragende.




Freitag, 10. April 2015

Social Media und perfekte Integration in das Windowsmetzwerk - Eventmanagement mit Microsoft Surface – Ein Resümee des 8. Confare CIO SUMMIT


Das CIO SUMMIT bewegt jährlich etwa 400 Top-Manager der heimischen IT-Branche. Ein paar Zahlen gefällig: Im Lauf von 2 Tagen wurden 850 Mahlzeiten serviert, 60 Referenten hielten Präsentationen, die Teilnehmer konnten ihr persönliches Programm aus 21 verschiedenen Sessions zusammenstellen. Einige dutzend Instagram Bilder wurden mit dem Hashtag #CIOAWARD hochgeladen, 80 Tweets passierten auf Twitter und das Facebook Foto-Album hatte knapp 4000 Interaktionen. Auf der Konferenz selbst waren drei Präsentationslaptops, zwei Laptops an der Registrierung und ein Tablet für die Social Media Begleitung via Facebook, Twitter und Instagram im Einsatz.

Da Microsoft die Veranstaltung rund um die Preisverleihung für die besten IT-Manager Österreichs unterstützt, erlaubten wir uns nachzufragen, ob man uns für das Management der Veranstaltung nicht mit Endgeräten unterstützen wolle. Tatsächlich erhielten wir nur wenige Tage später 6 nagelneue Surface Pro 3 ins Büro zum Testen und für die Organisation des CIO SUMMIT geliefert.
Nahtlose Integration ins Windows Netzwerk, dabei uneingeschränkt mobil arbeiten.

Die Vorbereitungen für eine Konferenz sind vielfältig und passieren zum großen Teil im Confare Office, viel aber auch vor Ort in der Location oder beim Kunden. Neben der Koordination der Partner, Referenten und Teilnehmer ist die Koordination der Lieferanten wichtig. Dementsprechend sind wir normalerweise mit etwa einem halben Kilo USB Sticks unterwegs, sowie Powernutzer von WeTransfer und Dropbox. Im Office wird in einem Windowsnetzwerk gearbeitet. Sie können sich die Herausforderung vorstellen, die damit verbunden ist, die dutzenden Files, Videos, Fotos und Präsentationen in den richtigen Versionen abzulegen.

Es war für das Confare Team daher besonders nützlich, die Vorteile eines leistungsfähigen Laptops gemeinsam mit jenen eines modernen Tablets nutzen zu können und dabei im Büro nahtlos im Windowsnetzwerk zu arbeiten, aber auch mobil Fotos vom Lokalaugenschein bearbeiten, auf Facebook posten. Excel Files, Powerpoint Präsentationen und Word Dokumente vom Server laden, unterwegs bearbeiten und zurückspeichern. Auch die Kompatibilität mit allem verwendeten Zubehör, angefangen bei Beamern und USB Presentern hat sich bewährt.
Social Media Interaktion mit verschiedensten Eingabemöglichkeiten

In einem sehr dicht besetzten Markt war es für Confare von Beginn an eine strategische Ausrichtung, sich über die Interaktion via Social Media zu differenzieren. Die Vorteile des Convertibles kommen hier besonders zum Tragen. Die volle Desktop Funktionalität ermöglicht es Fotos, die mit der hervorragenden Kamera des Surface gemacht wurden, sogleich professionell zu editieren, und unmittelbar online zu stellen.
Auch die unterschiedlichen Eingabemöglichkeiten, Tastatur, Touchscreen und der pfiffige Eingabestift waren sehr nützlich im Vergleich zur herkömmlichen Ausstattung eines Tablets. Wer einen Tweet auf einer Handytastatur samt Hashtags, Nennungen etc. erstellen muss, weiß wovon ich spreche. Das ging mit dem Surface in einer ergonomisch angenehmen Handhabung, flott und ohne Typos.

Für einige der Social Media Seiten habe ich recht brauchbare Apps im Microsoft App Store entdeckt. Andere, wie Instagram oder mein Social Media Cockpit, Hoot Suite, bieten (noch) keine App für das Surface. Dank des vollwertigen Browsers habe ich aber die Webseiten selbst hervorragend nutzen können, und so war das kein Nachteil.
Connectivity – Reicht WLAN?

Im Bürobetrieb war der Netzwerkanschluss des Surface kein Problem. Unterwegs ist man auf ein performantes W-LAN angewiesen. Beholfen haben wir uns hierbei mit Smartphone Hotspots.
Resümee – Smarte Kombination aus den Vorteilen eines Laptops und denen eines Tablets. Hohe Performance, hochwertige Optik und Verarbeitung. gewohnte Applikationsumgebung und ergonomisch gut durchdachte Eingabemöglichkeiten haben uns tatsächlich spürbar die Arbeit leichter gemacht.

Wenn man so schön will: Verbesserungsmöglichkeiten: Social Media Apps (wenn man die Desktop Variante nicht ohnehin vorzieht) und möglicherweise eine 3G Connectivity – obwohl man meines Erachtens nach mit dem Workaround über das Smartphone gut zurecht kommt.
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Microsoft Team. Auch der Support bei Fragen hat hervorragend geklappt. Wir freuen uns bereits darauf, die Zusammenarbeit fortzusetzen.





Nützliche Links zum Surface Pro 3:
http://www.microsoft.com/surface/de-at/business/overview

Mittwoch, 7. Januar 2015

Was macht den erfolgreichen Vortrag auf einer Confare Konferenz aus? Fragen an B2B Marketingexpertin Ursula Koller (MARKET & SPEAKING)

Ursula Koller hat umfassende Erfahrungen im B2B Marketing gesammelt bei einigen der Major-Brands im IT Markt. Sie hat dieses Know-how durch intensive Weiterbildung im Bereich Moderation und Präsentation ergänzt, Sprechausbildungen absolviert und bietet in ihrem Unternehmen MARKET & SPEAKING die Gelegenheit  von diesem umfangreichen Wissensschatz zu profitieren. Im Gespräch gibt Ursula Koller den Confare Referenten und Partnern Tipps für gelungene Präsentationen, das Gestalten der Folien und wie man sein Publikum fesselt und überrascht.

Was sind die wichtigsten Erfolgsbausteine für einen erfolgreichen Vortrag auf einer Confare Konferenz?
Um einen erfolgreichen Vortrag auf einer Confare Konferenz zu gestalten liegt das Geheimnis des Erfolges in der perfekten Vorbereitung. Selbst grandiose Sprecher – und gerade die – bereiten sich minutiös auf ihren Auftritt vor. Warum ist das so wichtig? Eine gute Vorbereitung bietet dem Sprecher selbst ein gutes Gefühl der Sicherheit was wiederum seine Ausstrahlung und somit seine Wirkung auf das Publikum erhöht. Nur wer gut vorbereitet ist, kommt auch gut an.
Öffentlich sprechen zu müssen, löst bei vielen Menschen ein enormes Spannungsgefühl, ja sogar Angst, aus – Statistiken zufolge liegt die Angst vor öffentlichem Sprechen weit vor der Angst vor Tod, Einsamkeit oder Dunkelheit.

Wovor haben wir so große Angst? Hier spielen viele Faktoren mit, wie die Angst davor, sich lächerlich zu machen, sich dem Spott anderer auszusetzen, dass es einem die Rede verschlägt, man ein Blackout hat, den roten Faden verliert usw.
Hat man jedoch diese Anfangsnervosität überwunden, kann ein öffentlicher Auftritt zu einem wunderbaren Erlebnis werden. Man hat die Möglichkeit seine Themen an Mann und Frau zu bringen, man hat die ungeteilte Aufmerksamkeit - vorausgesetzt, man bringt das Thema spannend und unterhaltsam rüber, denn nur so ist einem auch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums sicher. Das ist ein erhebendes Gefühl - gehört zu werden und Applaus dafür zu bekommen.

Inhalt und eine gute Sprechtechnik sind aber nicht die einzigen Wege zum Erfolg, die Ausstrahlung und Körperhaltung sind dabei noch wichtiger. Nach Albert Mehrabian beruht die Wirkung bei öffentlichen Reden, Präsentationen etc. zu 55% auf Körpersprache (Körperhaltung, Gestik, Augenkontakt), 38% auf die Stimmlage und nur 7 % auf dem Inhalt der Kommunikation.
Umgelegt auf einen Auftritt bei einer Confare Konferenz, die sich Fachthemen widmet, heißt das, dass Sie Ihren Inhalt im Griff haben, Sie der Fachmann/die Fachfrau auf Ihrem Gebiet sind und als solcher auch wahrgenommen werden. Diese Vorschusslorbeeren erhalten Sie auch vom Publikum.

Welche Kardinalsfehler sollte man nicht begehen?
- Werfen Sie nicht mit (internen) Fachausdrücken oder Fremdwörtern um sich, die das Publikum nicht verstehen kann. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Publikum Ihre (internen) Abkürzungen, die für Sie im Alltag Ihres Unternehmens gang und gebe sind, willig ist, diese zu entschlüsseln. Im schlimmsten Fall verlieren Sie die Aufmerksamkeit des Publikums komplett, da dieses darüber nachgrübelt was Sie mit ABC, XYZ etc. gemeint haben.

- Verlieren Sie nicht die Aufmerksamkeit Ihres Publikums, indem Sie davon ausgehen, dass ein gewisses Vorwissen vorhanden ist. Sie kennen sich in Ihrem Fachgebiet aus, sie wissen genau wovon sie sprechen – aber ihr Publikum hört Sie das erste Mal. Gestalten Sie Ihren Vortrag – auch wenn sie ihn selbst schon zum x-ten Mal halten – jedes Mal so, als wäre es das erste Mal.
- Überfrachten Sie Ihre Folien nicht mit Zahlen, Daten, Fakten – das lenkt viel zu sehr von Ihrer Rede ab. Versuchen Sie mit Bildern zu arbeiten, Folien sollen unterstützen und nicht als Störer agieren. Wenn Sie wichtige Zahlen haben, die Ihr Publikum unbedingt wissen muss, verweisen Sie auf ein persönliches Gespräch oder darauf, dass diese in den Handouts nachzulesen sind. Ansprechend gestaltete Folien bleiben beim Publikum hängen, Menschen lernen zu 20% durch Zuhören, zu 30% durch Gesehenes und ganze 50% bleiben hängen, indem der Inhalt begreifbar wird. Also trauen Sie sich durchaus auch etwas haptisches in Ihre Präsentation einzubauen.


Was sind Deine Tipps für ein selbstsicheres und gelungenes Auftreten?
Überraschen Sie ihr Publikum – sie müssen sich vorstellen auf einer Confare Konferenz gibt es viele Vorträge und wenn sie genau hinhören und hinsehen, ähneln sich diese in gewisser Weise. Jeder präsentiert sein Unternehmen, seine Dienstleistung, sein Produkt auf ähnliche Art. Wenn das Publikum zum fünften Mal hört, dass Ihr Unternehmen der/die Beste in der Branche ist, wird es das nicht mehr wahrnehmen. Bringen Sie neue Ansätze, indem Sie eine Geschichte erzählen, ein konkretes Beispiel aus Ihrer Praxis bringen oder versuchen Bilder in die Köpfe Ihres Publikums zu bringen. Sie sollten auch einen sogenannten Call-to-Action einbauen, um nach Ihrem Vortrag den Zuhörern einen Anknüpfungspunkt zu geben, mit Ihnen ins persönliche Gespräch zu kommen.

Zurückkommend auf Albert Mehrabian, lassen Sie Ihre Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt für Sie punkten. Nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein, das wirkt einladend auf den Zuhörer, unterstreichen Sie Ihre wesentlichen Botschaften mit offener Gestik und bauen Sie zu den Zuhörern eine Beziehung auf, indem Sie immer wieder den Blickkontakt suchen. So geben Sie jedem einzelnen Ihrer Zuhörer das Gefühl, nur für ihn zu sprechen.
Wenn Sie gut vorbereitet sind, auf der Bühne als Sympathieträger agieren und Ihr Publikum fesseln können ist Ihnen ein erfolgreicher Auftritt gewiss. Und dann können Sie eine Confare Konferenz wirklich gut nutzen, um Ihr Geschäft, Ihre Dienstleistung, Ihre Produkte zu positionieren und nachhaltig Erfolg zu generieren. Als abschließender Tipp darf ich Ihnen auf den Weg mitgeben „bleiben Sie authentisch“ – bleiben Sie bei sich selbst, das Publikum spürt intuitiv, ob Sie hinter dem was Sie sagen auch tatsächlich stehen. Und letztendlich: genießen Sie Ihren Auftritt, haben Sie Freude daran und Ihr Publikum wird es Ihnen danken.

Wir wünschen unseren Partnern und Referenten viel Erfolg bei ihren Vorträgen! Mehr zu Ursula Koller auf market and speaking

Mittwoch, 11. Juni 2014

„Die Idee der Cloud wirklich zu verstehen ist essentiell für den CIO“

Peter Bickel, CIO Cofely Deutschland, über die Rolle der IT im Unternehmen und was der CIO tun muss, um wirklich auf C-Level zu agieren. Mehr dazu in seinem Vortrag auf dem 3. Confare SWISS CIO SUMMIT am 25. September in Zürich. Anmeldung und Details: www.ciosummit.ch

Ist die IT Commodity oder Wettbewerbsfaktor?
Für CIO's sollte sie immer beides sein - Commodity und Wettbewerbsfaktor!

Die Commodity-Services und deren konsequente Standardisierung schafft Raum für die Fokussierung auf die wenigen wichtigen und individuellen IT-Services, mit denen der Einzigartigkeit eines Geschäftsmodells Rechnung getragen wird.

Nur sehr selten sind die einzigartigen Prozesse aber Mail, Domänenverwaltung oder die das Rechnungswesen mit den dahinter liegenden ERP-Systemen[M1].

Umso mehr wundert es mich, wie viele Unternehmen noch immer hohe Aufwände in IT-Services stecken, die heute mit commodityartigen Prozessen und Standardlösungen abzudecken sind. Dabei geht so viel kreative Energie und Arbeitskraft verloren, die an anderer Stelle fehlt, um die zentralen, wertschöpfenden und einzigartigen Prozesse adäquat zu unterstützen.
 Welche Rolle spielt der CIO im Management Board?

Er ist Mittler und Impulsgeber.
Mittler, weil es kaum eine andere Funktion im Management Board gibt, die derart nah an den Details der Geschäftsprozesse arbeitet. Durch Business-Blue-Prints, die Betreuung der gesamte ERP-Landschaft und seiner Mitwirkung an Produktions- und Prozesssteuerung kann er mit den anderen strategischen Funktionen im Management-Board vor allem die Operationalisierbarkeit von Entscheidungen nachhaltig treiben.

Impulsgeber ist der CIO, weil er sehr frühzeitig Machbarkeiten und neue Möglichkeiten in der Verzahnung von IT und den aktuellen Herausforderungen der Geschäftsprozesse erkennt.
Der CIO der Zukunft wird viel stärker als Performance-Manager wirken – seine Definition über IT-Plattformen weicht einem Denken in Geschäftsprozessen und der Entwicklung von Geschäftserfolgen und stetiger Suche nach neuen Potentialen.

In dieser Rolle hat der CIO eine große Verantwortung, weil er sich nicht von magischen Quadranten treiben lassen darf, sondern selbstständig und analytisch die Entwicklungen der IT-Technologien abwägen und ins richtige Verhältnis zum Kerngeschäft setzen muss.
 Wie identifizieren Sie als CIO die strategischen Handlungsfelder?

Die strategischen Handlungsfelder für den CIO sollten sich immer aus der Unternehmensstrategie und den Geschäftsplänen ableiten. IT hat nur einen Zweck: Die Wertschöpfung im Kerngeschäft zu stützen und  - wo irgend möglich - zu verbessern.

Ich weiß, dass in diesem letzten Satz Sprengstoff liegt, weil es für den CIO bedeutet aus der Komfortzone der IT herauszugehen, das Kerngeschäft eines Unternehmens zu durchdringen und zu beweisen, dass er das "C" im Titel zu recht trägt.
 Wie stellen Sie sicher, dass IT-Strategie und Unternehmens-Strategie optimal zusammenpassen?

Bei der Cofely Deutschland arbeiten wir stringent an der Ableitung der IT-Anforderungen und der IT-Masterpläne aus der Strategie unseres Kerngeschäfts.
Dies schafft zwei Mehrwerte:

1. Die IT-Strategie ist direkt mit den anderen strategischen Maßnahmen verzahnt und zahlt konsequent auf die Unternehmensstrategie ein.
2. Es fällt allen anderen Mitgliedern des Management Boards leicht, die IT-Entscheidungen zu tragen und den Wert der IT zu erkennen.

 Was sind die Zukunftsthemen für den CIO, mit denen man sich im Moment auf jeden Fall auseinandersetzen muss?
Ich sehe für fast jeden CIO ähnliche Herausforderungen, weil sich die Wirtschaftssysteme branchenunabhängig den gleichen Herausforderungen gegenüber sehen.

Agilität ist sicherlich ein großes Thema. Geschäftsmodelle werden immer schneller aufgebaut und zur Reife gebracht und der Wettbewerbsdruck fordert immer neue Modelle. Dies führt immer stärker zu sehr weitreichenden Veränderungen und die IT muss sich hier als Enabler und nicht Verhinderer positionieren. Dies geht nur über Strategien, Plattformen und Services, die Agilität als oberste Maxime haben.
Ein weiteres Thema ist in diesem Zusammenhang die Skalierbarkeit. Geschäftsmodelle wachsen oft schneller als erwartet und verlieren auch manchmal schneller als erwartet die Profitabilität. Hier sind skalierbare Service- und Betriebsmodelle gefragt. Geschickte Outsourcing- und Outtasking-Modelle helfen hier die notwendige Skalierung jederzeit zu haben, ohne dass Kosten explodieren oder unnötige Abschreibungen erforderlich sind.

Ich empfehle jedem CIO ganz genau bei den aktuellen Cloud-Services hinzusehen. Die Idee der Cloud wirklich zu verstehen, die Betriebsmodelle zu durchdringen und daraus adaptierte Cloud-ähnliche Dienste in einer eigenen Cloud/Wolke abzuleiten ist existentiell für den Erfolg des CIO.
Weiterführende Videos:
 
C-Level heisst auf Augenhöhe mit dem Board

CIOs im Wunderland - Top CIOs im Gespräch

Montag, 26. Mai 2014

Kundenbeziehungen im Social Web - CRM und Social Media wachsen zusammen


Judith Denkmayer, Geschäftsführerin von Digital Affairs ist Social Media Pionier in Österreich, auf Twitter aktiv unter @linzerschnitte und Referentin auf dem Confare Jahresforum Marketing & Vertrieb 2.0 am 5. Juni in Wien. Im Gespräch sagt sie uns, warum bestehende CRM Lösungen nicht fit für das Social Web sind, und wo sie sich weiterentwickeln müssen.

Welche Auswirkungen haben die Sozialen Medien auf die Kundenbeziehungen?

Mit Social Media ändert sich die Erwartungshaltung von Kunden an die Unternehmen und auch Institutionen: Kundenservice wird immer mehr von der Hol- zur Bringschuld. Der Kunde bzw. User wählt den Kanal, über den er mit dem Unternehmen in Kontakt tritt und stellt Fragen bzw. postet Kommentare öffentlich. Dies bedeutet für die Unternehmen eine neue Transparenz, weil jeder die Dialoge mitlesen kann; hinzu kommt eine neue Geschwindigkeit in der Servicierung. Das fordert von den Unternehmen große Änderungen in ihren Prozessen, weil sie nun schnell und unbürokratisch und möglicherweise sogar abteilungsübergreifend zusammenarbeiten müssen!

 Nicht zuletzt hat sich auch die Art und Weise geändert, wie auf Kundenanfragen geantwortet wird, insbesondere in der Tonalität: Callcenterhandbuch-Phrasendrescherei kommt definitiv nicht gut an. Alles in allem bedeutet Social Media einen Kontrollverlust für die Unternehmen; im Gegenzug bekommen sie aber unmittelbarere, direkte Kontakte, authentisches Feedback und Fragen, die vielleicht sonst nie gestellt wurden und damit verbundene Business Intelligence und neue Möglichkeiten für Kommunikation, Marketing und Vertrieb.

Inwieweit sind bestehende CRM Systeme reif, um die Kundenbeziehungen im Social Web abzubilden?

Die bestehenden CRM Systeme haben – laut unseren Kunden – nie bis selten die notwendigen Schnittstellen, um Social Media Daten in anderer Form als CSV Upload abzubilden. Das ist in Sachen individueller Dialog nicht immer einfach. Allerdings bestätigen viele unserer Kunden uns auch, dass CRM Systeme/Datenbanken zu den Themen gehören, die sie in den nächsten zwei Jahren angehen wollen, weil die Systeme komplett veraltet oder eben einfach Stückwerk sind. 

Nicht ganz unbedeutend ist in Sachen CRM natürlich die Tatsache, dass Social Media und Kundendaten aus anderen Kanälen nicht ohne weiteres abgeglichen werden dürfen, aus datenschutzrechtlichen Gründen. Die Social CRM Tools werden immer besser, haben aber eine natürliche Grenze bedingt durch Datenschutz (Facebook Profile würden sicher den spannendsten Content hergeben, sind aber standardmäßig nicht öffentlich) oder Plattformen, die gar keine bzw. keine geeignete API (Programmierschnittstelle) haben wie google+, Instagram oder foursquare.

Das größte Problem sind wohl die unterschiedlichen rechtlichen Bedingungen in Bezug auf Social Media Daten und klassischen Kundendaten, da diese nicht vermischt werden sollten. Noch öfter aber sind das klassische CRM System und das Social Media CRM System nicht kompatibel. Gerade in Österreich entscheidet man sich dann oft dafür, gar kein Tool zu nehmen, weil in unserem KMU-Land gar nicht soviele Menschen permanent über Dienstleistungen/Produkte reden und daher meist eine Monitoringlösung und ein Ticketingtool zu reichen scheinen. Eine nicht unbedingt nachhaltige Lösung, da langfristig Infos verloren gehen oder zuwenig Kundendaten erfasst werden – dabei wären Email Adressen von einigen wenigen Facebook Fans wichtiger und wertvoller als noch mehr Facebook Fans. 

Wie sehen denn die rechtlichen Rahmenbedingungen aus?

Grundsätzlich sind Daten im Social Web publik, dementsprechend dürfen sie für ein Monitoring verwendet und ausgewertet werden. (Nutzermeinung darf verwertet werden/Nutzerbezogene Daten nicht) Wer sich für ein Forum etc. anmelden muss oder zb. mit jemandem auf Facebook befreundet sein muss, um einen Inhalt zu sehen, darf diese Daten nicht verwenden.

Allerdings ist es nicht erlaubt, Kunden, die im Monitoring aufgetaucht sind, plötzlich ohne vorherige Einwilligung (“Weil ja ein Geschäftverhältnis besteht, hehe!”) via Mail, Facebook Message oder Direct Message (Twitter) mit Newsletter und Werbung zu beschicken. Oder auch nur anhand der Social Media Daten die echte Adresse/Telefonnummer der Person ausfindig zu machen – was aber erlaubt ist: die Person via Social Media - also zum Beispiel mit dem eigenen Twitteraccount auf Twitter (direkt) anzusprechen. (“Serviceabsichten berechtigen nicht zum Abgleich von Kundendaten”, “Direkte Ansprache potentieller Kunden ist nicht zulässig”)

Welche Prognosen hast Du für die Zukunft von Social CRM?

Nach mehreren Jahren, in denen wir unsere Kommunikationsaktivitäten zunehmend in  “Walled Gardens” transferiert haben, kommt jetzt – wenig überraschend – die Erkenntnis, dass man dort zwar Touchpoints hat, aber sich viel zu wenig um die Datenextrahierung gekümmert hat. Insofern ist Social CRM eine logische Weiterentwicklung in der Social Media Strategie. Es ist eine Rückbesinnung auf die BWLer-Weisheit, dass ein bestehender Kunde mehr wert ist, als ein Lead.

Das deitailierte und umfangreiche Programm des Confare Jahresforum Marketing & Vertrieb 2.0 am 5. Juni in Wien findet man hier: http://www.confare.at/10357_DE-7210_4._Jahresforum_Marketing_Vertrieb_2.0-Einfuehrung.htm

Montag, 9. September 2013

"Die IT ist keine heilige Kuh mehr", Peter Meyerhans, CIO bei Dress & Sommer im Gespräch über die Rolle der IT für den Unternehmenserfolg


Peter Meyerhans verstand es als CIO der Dress & Sommer AG immer schon früh, neue Technologien erfolgreich für den Unternehmenserfolg einzusetzen, von Web 2.0 Technologien, CRM & Enterprise Mobility. Seine hohe Innovationskraft mit betriebswirtschaftlich geschärften Blick machen den in globalen Managementaufgaben erfahrenen Meyerhans zu einem der Nominierten für den SWISS CIO AWARD und einen der Top CIOs 2013.

Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Rolle der IT im Unternehmen verändert?

PM: (Zu) lange Zeit war die IT so etwas wie eine heilige Kuh und sie hat sich vorwiegend mit sich selbst beschäftigt. Heute ist das anders, der IT Manager komplementiert mit der IT das Kerngeschäft und trägt somit einen (namhaften) Teil der Wertschöpfung bei. 

Welche Qualifikation muss der CIO dafür mitbringen?

PM: Der IT Manager verfügt idealweise über fundiertes BWL Wissen, ausreichende juristische Kenntnisse im IT Umfeld, ein gutes Gespür für Innovationen und eine beachtliche Portion Psychologie. Darüber hinaus beherrscht natürlich das Projektmanagement genauso wie die Kniffe der Topverkäufer.

Wie kann der CIO zum Unternehmenserfolg beitragen?

PM: Je besser der CIO seine Kenntnisse im Kerngeschäft seines Unternehmens aufgebaut und dort ein gut funktionierendes Netzwerk etabliert hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er den Business-Anforderungen gerecht wird. Sein oberstes Geschäftsziel muss auf jeden Fall "Business enabler" sein.

Welche Bedeutung hat der CIO AWARD für Sie?

PM: Dem CIO werden seine Leistung üblicherweise nur im eigenen Unternehmen reflektiert. Es ist immer nur ein relativer Wert, abhängig der dort erwarteten "Ergebnisse". Die Beurteilung erfolgt oft emotional und ist nicht selten von Sympathie abhängig. Dass Gremium für den CIO Award misst und vergleicht unabhängig und neutral. Hier erhalten die Teilnehmer einen klaren Wert aus einem Benchmark unter Berufskollegen und das ist sehr wertvoll. Es zeigt dem CIO seinen eigenen Standpunkt und liefert ihm klare Hinweise, wo Verbesserungspotential vorhanden ist.
 
Der CIO AWARD wird am 19. September im Zürcher Lake Side statt. Letztes Jahr hat der Informatikchef von PostFinance, Enrico Lardelli, den Preis gewonnen. Die hochkarätige Jury hat aus "zahlreichen Einreichungen" die fünf besten nominiert. Die Nominierten sind: Jean-Claude Flury, CIO von Siegfried; Urs Monstein, CIO der Bank Julius Bär; Beat Gass, CIO der Basellandschaftlichen Kantonalbank; Frédéric Wohlwend, CIO der Merck Group sowie Peter Meyerhans, CIO von Drees & Sommer.
An der Veranstaltung werden außerdem IT-Manager aus Unternehmen wie Merck, UBS, PostFinance, Blizzard und Nobel Biocare aus ihrer Praxis berichten. Aus den USA wird Stephen Little, CIO des Drucker-Riesen Xerox, erwartet. An der Veranstaltung unter dem Motto "Business Changes, Change Your Business." werden rund 100 IT-Entscheiderinnen und Entscheider teilnehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.ciosummit.ch
 
 
 

Dienstag, 3. September 2013

Der CIO ermöglicht neue Geschäftsfelder – nicht als „Befehlsempfänger“, sondern als kompetenter Partner für das Business

Nach dem Studium in St. Gallen erlernte Urs Monstein das Bankengeschäft und die IT bei der UBS. Bei der Übernahme der UBS Privatbank durch die Bank Julius Bär war seine Aufgabe die IT-Integration der beiden Häuser. Heute, als Global Head of IT kommt ihm sein fundiertes Banking-Know-how zu Gute und macht ihn zu einem der Top-CIOs 2013 und zu einem der Nominierten für den SWISS CIO AWARD 2013.

Wie hat sich das Rollenbild des klassischen IT-Managers verändert?

UM: War die IT bis anhin in der Rolle eines IT Providers dafür verantwortlich, Technologie und Funktionalitäten entsprechend den Anforderungen des Business bereitzustellen, so wandelt sich diese Rolle heute mehr und mehr über einen Service Dienstleister zu einem strategischen Business Partner. In dieser Rolle wird von der IT nicht nur erwartet, mittels technischer Unterstützung die Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Vielmehr wird von der IT heute erwartet, dass sie dem Business auch neue Geschäftsfelder eröffnen (bspw. durch die Bereitstellung neuer Kanäle) oder die Grundlage zu einer effizienteren Bedürfnisbefriedigung unserer Kunden sicherstellen kann.  Damit einhergehend wandelt sich auch die Rolle des IT Managers vom „Befehlsempfänger“ zum gleichberechtigten Business Partner.

Welche Qualifikationen, abseits der technischen, benötigt der IT-Manager heute?

UM: Der IT-Manager muss nebst den Management Aufgaben in der Lage sein, durch ein ausgezeichnetes Business Verständnis die Bedürfnisse seiner Kunden zu antizipieren, Strategien zu entwerfen, Risiken abzuschätzen und Gesamtzusammenhänge zu erkennen. Dies verlangt von ihm nebst analytischen Fähigkeiten eine hohe  Flexibilität sowie die notwendige soziale Kompetenz, um sich in seine Business Partner versetzen zu können. Bei all diesen Aufgaben ist das persönliche Netzwerk von grossem Nutzen. Das reine IT-Wissen ist in den Hintergrund getreten und wird heute von technisch versierten Mitarbeitern abgedeckt.

Was muss der CIO tun, um den Business-Anforderungen gerecht zu werden, bzw. die Unternehmensziele zu unterstützen?

UM: Die persönliche Identifizierung mit dem Unternehmen, wie auch das Verstehen der Unternehmens- Strategien sind für den Erfolg unabdingbar. Er muss in der Lage sein Strategien aufzubrechen in Ziele und Prioritäten, um damit businessseitige Optimierungen mit Hilfe der IT zeitgerecht zu realisieren.

Aktuelle Trends und neuartige Entwicklungen müssen in den gesamt Kontext des Unternehmens gestellt werden um daraus Veränderungen und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Warum ist der CIO Award wichtig?

UM: Der CIO Award ist eine Anerkennung an alle IT Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr mit überdurchschnittlichem Einsatz und einer ausgeprägten Kundenorientierung alles unternommen haben, um die ambitiösen Ziele der Bank sicherzustellen. Dabei unterstützt der CIO Award, diese Leistung der IT auch gegen außen erkennbar zu machen.

Der CIO AWARD wird am 19. September im Zürcher Lake Side statt. Letztes Jahr hat der Informatikchef von PostFinance, Enrico Lardelli, den Preis gewonnen. Die hochkarätige Jury hat aus "zahlreichen Einreichungen" die fünf besten nominiert. Die Nominierten sind: Jean-Claude Flury, CIO von Siegfried; Urs Monstein, CIO der Bank Julius Bär; Beat Gass, CIO der Basellandschaftlichen Kantonalbank; Frédéric Wohlwend, CIO der Merck Group sowie Peter Meyerhans, CIO von Drees & Sommer.

An der Veranstaltung werden außerdem IT-Manager aus Unternehmen wie Merck, UBS, PostFinance, Blizzard und Nobel Biocare aus ihrer Praxis berichten. Aus den USA wird Stephen Little, CIO des Drucker-Riesen Xerox, erwartet. An der Veranstaltung unter dem Motto "Business Changes, Change Your Business." werden rund 100 IT-Entscheiderinnen und Entscheider teilnehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.ciosummit.ch

Montag, 15. April 2013

Brauchen Sie eigentlich noch die Interne IT-Abteilung?


Perspektiven für den CIO in Zeiten von consumerization, Apps, Smartphones und Cloud Computing.

Mit dem CIO AWARD fördert Confare seit 6 Jahren aktiv eine strategische Positionierung der IT in heimischen Unternehmen. In einer branchenübergreifenden Betrachtung nehmen CIOs heimischer Unternehmen dazu Stellung, welche Rolle die interne IT in Zeiten von Cloud Computing, Social Technology und Smartphones wahrnehmen kann und welchen Handlungsspielraum der CIO noch hat.

Früher hatte sich die Unternehmensleitung schwerpunktmäßig mit wirtschaftlich relevanten Dingen zu befassen, Märkten, Mitarbeitern, Kunden, Finanzen etc.. Nachdem Computerisierung und Automatisierung seit einigen Jahren in den Unternehmen Einzug gehalten haben, sieht sich jeder. der die Geschicke eines Unternehmens zu leiten hat, mit Fragen konfrontiert, die einen starken technischen Bezug haben. Um der steigenden Bedeutung von IT für den Unternehmenserfolg gerecht zu werden, wurde in den 90er Jahren die Rolle des Chief Information Officers geschaffen. Er sollte die IT zu einem Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen machen und dem Businessmanagement als Partner in allen IT-relevanten Entscheidungsprozessen zur Verfügung stehen und die Forscher des berühmten Massachusetts Institute of Technology prophezeiten dem CIO eine bedeutende Rolle in der Unternehmensführung..

Obwohl das Rollenbild des CIO kein neues ist, wurde nur in wenigen Unternehmen die ursprüngliche Zielsetzung umgesetzt. In einer breiten von Ernst & Young durchgeführten Studie zur „DNA of the CIO“ gaben nur 43 Prozent der befragten CIOs an, maßgeblich am Gestalten strategischer Unternehmensentscheidungen mitzuwirken und gerade 17 Prozent haben es zum Teil der Geschäftsführung geschafft.

Missverständnisse zwischen IT und Business stehen auf der Tagesordnung.

„Die IT Branche hat in den letzten Jahren immer das Blaue vom Himmel versprochen und leider selten eingehalten. ERP Systeme sollten alles vereinfachen, leider wurde es meistens verabsäumt zuerst Prozessoptimierungen umzusetzen. Systeme werden noch immer mit Hilfe von schönen Dashboards und Lämpchen verkauft, und der CEO erwartet am kommenden Montag schon seinen schönen Bildschirm.“, erklärt Eric-Jan Kaak, der beim heimischen Vorzeigeunternehmen Blizzard die Bereiche IT und Controlling verantwortet. „Der CIO hat dabei schön mitgespielt und die Erwartungen hoch gehalten.“ Bis die IT jedoch ein mehr oder weniger brauchbares Ergebnis vorweisen kann, ist aber in Wahrheit ein langwieriges Projekt notwendig, das dann meistens höhere Kosten verursacht als erwartet.

Kein Wunder also, dass sich die Unternehmensführung oftmals mehr von der IT erwartet, als diese zu Liefern im Stande ist. Die Enttäuschung beruht auf Gegenseitigkeit. So sagen in der Befragung von Ernst & Young 4 von 10 IT-Managern, dass sie nicht den notwendigen Rückhalt von Seite der Unternehmensführung des CEO haben.

Der CIO hat sich mehr als “Top Dog of the Nerd Herd and Boss of all things Bits and Bytes” positioniert, als wirklich strategischen Einfluss zu erlangen, schreibt Peter Hinssen von der London Business School in seinem Artikel „IT Departments Have Become Completely Useless“. Er beschreibt eine IT-Abteilung, die mehr gegen als für das Business arbeitet. Dementsprechend wird der CIO oft nur dann in strategische Überlegungen miteinbezogen, wenn es um IT-Budgets oder die Rolle der IT in Change-Prozessen geht, so die Studienergebnisse von Ernst & Young.

Cloud, Apps und Smartphones halten Einzug – Eine neue Schatten-IT entmachtet den CIO?

Die Spannungen nehmen zu, denn das Verständnis von EDV ist nicht mehr allein in der Hand von Experten. Neue Endgeräte, Apps, Cloud Computing und Social Networking halten Einzug in Unternehmen. Bevor der Marketingleiter den CIO von einem teuren, langwierigen und oft nicht erfolgreichen CRM Projekt überzeugt, ist ein entsprechendes Cloud Service schnell bestellt und installiert. Jeder Abteilungsleiter kann sich seine eigene IT-Unterstützung einkaufen.

Während man in den letzten Jahren die „Industrialisierung“ der IT propagiert hat, hält nun die „consumerization“ in den Unternehmen Einzug. Bring Your Own Device heißt der Trend, das Anwender ihre privaten Endgeräte dienstlich nutzen. Auch Anwendungen aus dem privaten Umfeld, wie Skype oder Facebook wollen moderne Arbeitnehmer auf dem Arbeitsplatz nutzen. Das Verständnis ist gering, wenn dies von der IT aus Gründen wie Compliance oder IT-Sicherheit abgedreht wird.

Innovator statt Verhinderer – Kommunikator statt Fachguru

Klaus Glatz ist CIO der Andritz AG und verantwortet die internationalen IT-Belange des bedeutenden Industrie-Konzerns und möchte nicht als Verhinderer gesehen werden: „Mit dem Einsatz neuer Technologien werden auch neue Modelle ermöglicht, die man aber entsprechend steuern und managen muss. Die IT ist gefordert den neuen Trends auch offen zu begegnen.“  

Sich hinter TechTalk, Fachsimpeln und Abwehrargumenten zu verstecken wird nicht der richtige Weg für den CIO sein, sich vor diesem Trend zu schützen. So sehen auch in der E&Y Studie 37 Prozent der befragten IT-Manager Verbesserungsbedarf wenn es um Kommunikations- und Führungsfähigkeiten geht. „Über den Tellerrand zu blicken, wird eine wichtige Fähigkeit des CIOs sein“, erklärt Ali Aram, Senior Manager IT-Advisory bei Ernst & Young. „Wer sich nur mit dem günstigen und sicheren IT-Betrieb befasst, braucht sich nicht wundern, wenn er nicht in strategische Überlegungen einbezogen wird.“

Johann MIttheisz, CIO der Stadt Wien hat mehr als 40 Jahre IT-Erfahrung und ist es gewohnt, sich den strategischen Anforderungen der Fachabteilungen proaktiv zu stellen. Auch als alter Hase spürt er die Herausforderungen die von den Themen Mobility, Cloud, Big Data und Soziale Technologien ausgehen. Der CIO darf diese jedoch nicht als Bedrohung empfinden. Es gilt sie in eine Gesamtstrategie sinnvoll zu integrieren und nutzbar zu machen, ohne das Security und Stabilität leiden. „Dafür ist es notwendig, dass von der derzeitigen 80:20 Regel (80% Betrieb, 20% Innovation) eine merkbare Verschiebung zur Innovation hin passiert.“, fordert Mittheisz.

Gemeinsam Unternehmensprozesse verbessern.

Die Innovation kann durch neue Technologien und Geschäftsmodelle, die daraus möglich werden, passieren, oder durch das Optimieren der Unternehmensprozesse. Eric-Jan Kaak von Blizzard hat gute Erfahrungen mit multidisziplinären Teams gemacht, welche die gesamte Wertschöpfungskette betrachten und verbessern. „Die IT ist hier genauso mit an Bord, aber keine Spaßbremse, sondern Teil der gesamten Prozessgestaltung, einer Prozessgestaltung die sich den Kernproblemen annimmt und nicht an der Oberfläche kratzt, als kontinuierliche Maßnahme und nicht als Projekt.“

Der CIO als Unternehmer – der entscheidende Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen

Die Spar AG ist einer der bedeutendsten Lebensmittelhandelsunternehmen in Österreich, mit 75.000 Beschäftigten und 12,5 Milliarden Euro Jahresumsatz beträgt alleine das Projektbudget der IT 25 Millionen Euro – IT-Chef Andreas Kranabitl fürchtet sich nicht um seinen Handlungsspielraum. „Eine Unternehmens-IT besteht heute aus viel mehr als Microsoft Office, Smartphones, Notebooks und Clouds. Ich gehe davon aus, dass diese Themen ca 20% meiner Agenda ausmachen.“ Diese wird viel mehr von Innovationsthemen dominiert, wie In-Memory, Mobile-Applications, E-Commerce, Predictive-Solutions und vielem mehr. „Im Mittelpunkt stehen Business-Solutions und Projekte.“ Die IT ist nicht mehr ein exotisches Durcheinander von Freaks und Gurus. IT ist eine professionelle Organisation, die die notwendigen Lösungen und Services liefert. Gerade wird der Business Plan der IT 2013 – 2015 erstellt und es sieht nicht danach aus, als würde Kranabitl und seiner Mannschaft dabei langweilig: „Wir haben einiges vor, das auch die IT fordern und wachsen lassen wird. Der CIO muss ein Unternehmer sein, der sich mit IT, Geschäftsprozessen und Menschen auskennt.“

Und so kommen auch die Analysten von Ernst & Young zu dem Schluss, dass der CIO aktiv die Chance nutzen soll, sich im Zusammenhang mit mobility, Cloud und Social Media als Berater für die Fachabteilungen zu bewähren und aufzuzeigen, wie sich auf der Basis von Technologie neue Business-Chancen auftun. Er hat das entscheidende Know-how, um sicher zu stellen, dass den rechtlichen Rahmenbedingungen und Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen wird, ohne sich dabei als „Verhinderer“ zu disqualifizieren. Dazu benötigt er Business-Verständnis und Kommunikationsfähigkeit. So ist er als gleichberechtigter und wichtiger Mitentscheider in den strategischen Gremien geschätzt und wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für sein Unternehmen.

Mittwoch, 8. September 2010

Das Teaser Video zum DMVÖ Congress

mit Statements von DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor der Post und von Charly Pall, Country Manager von Google Österreich