Das Gespräch fand auf dem 9. Confare CIO SUMMIT in Wien statt.
Die Emmi IT gibt es auf Facebook
Nebst der Methodik ist auch das Branding über Social Media
(Linkedin, Twitter, Facebook, Pinterest etc..) von Bedeutung. Gleichzeitig habe
ich mich entschieden meine Website voll und ganz auf einen Blog auszurichten,
damit die Community versteht was ich anbiete.
Die Kommunikation in Unternehmen und zwischen Unternehmen
gewinnt drastisch Geschwindigkeit was zu einer rasant steigenden Dialogfrequenz
führt. Während sich mittlerweile Menschen jeden Alters genauso gut auf sozialen
Plattformen wie beispielsweise Facebook bewegen, greifen jüngere seit Q3 2015
bevorzugt auf Messaging-Plattformen zu um Ihren Aufgaben nachzukommen. Die
Antwortgeschwindigkeit von E-Mails ist um den Faktor 10 langsamer und kommt für
sie daher nicht in Frage.
Es sind gerade jene Mitarbeiter im Unternehmen, die nach
2000 die Schule verlassen haben und heute damit 36 Jahre und jünger sind, die
das Kommunikationsverhalten im Unternehmen deutlich beeinflussen. Der Wunsch
effizienter und zielgerichteter zu arbeiten steht im Vordergrund. Dies ist Teil
einer Erwartung an eine Firmenkultur, die auch massive Auswirkung auf die
Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber hat. Die Implementierung der
Vorteile von Echtzeitkommunikation ist in „Enterprise-Austria“ noch nicht ganz
angekommen. Die Zahl derer die sich damit auseinandersetzen steigt aber
zunehmend und sichtbar in 2016. Gefordert ist jedenfalls die Einbeziehung von
Datenschutznotwendigkeiten wie existierender Legacy Systeme. Das wiederum ist
kein rein österreichisches Spezifikum. Daten welcher Art immer vor dem
unberechtigten Zugriff Dritter zu Schützen wird uns in den nächsten Jahren massiv
begleiten.
Noch wird vielerorts die Datensicherheit, insbesondere
Datenschutz nicht berücksichtig, da die Nutzung der Messenger nicht in eine
Unternehmensweite Security Policy eingebettet ist. Aus dem privaten Bereich
kommend, ist die Sensibilität für das Thema mit Wirkung für Unternehmen - etwa
Schutz des geistigen Eigentums von Unternehmen – nicht überbordend vorhanden.
Es bedarf technischer Maßnahmen, aber auch einmal mehr bewusstseinsbildender
Maßnahmen. Ein Großteil „gehypter“ Kommunikationslösungen wird von
amerikanischen Anbieter bereitgestellt, die anderen Sicherheitsrichtlinien und
womöglich Interessen folgen. Egal wie modern die Lösung ist, sie muss auch den
Sicherheitsanforderungen Österreichischer Firmen entsprechen - hier geht es
nicht zuletzt um eine der wichtigsten Ressourcen einer Firma: das geistige
Eigentum.
Die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts hatte –
trotz zahlreicher Verwerfungen ohne Zweifel auch große Verdienste. Denn wir
haben unseren Wohlstand den industriellen Leistungen und Wertsteigerungen der
letzten 150 Jahre zu verdanken. Allein, diese Zeit ist nun zu Ende – die
Wissens- und Informationsgesellschaft stellt uns vor völlig neue
Herausforderungen. Diese Herausforderungen sind mit den etablierten
industriellen Methoden der Vergangenheit nicht mehr zu bewältigen: Firmen funktionieren
nicht (mehr) wie Maschinen, die traditionelle Planung verliert ihren
Stellenwert. Es reicht heute einfach nicht mehr aus, ein Paar Knöpfe und Regler
nur weiter zu drehen. Planung ist zwar noch immer wichtig, aber Agilität ist
notwendig, um auf Änderungen des Umfeldes angemessen zu reagieren.
Hinzu kommt, dass die Notwendigkeit zu radikaler Kreativität
nicht die einzige Herausforderung ist. Die neuen Produktionsmethoden und
Nutzerfragen sind derart dynamisch, dass Firmen sehr innovativ sein müssen, um
überhaupt am Markt überleben zu können. Digitalisierung ändert die Herstellung,
die Distribution und den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen in
ungeahnter Art und Weise. Aber auch Kunden sind heutzutage keine passiven
Konsumenten mehr, sondern vernetzt und sehr kritisch. Sie sind auch weniger
loyal gegenüber ihren Marken, verlangen aber gleichzeitig die absolute
Kundenorientierung ihrer Lieferanten.
Der Stellenwert von Design an sich ist ja längst
akzeptiert – Firmen haben schon lange
herausgefunden, dass gutes Design ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines
Produktes sein kann. Beim Design Thinking werden nun die Kreativitätsmethoden
der Designer gekreuzt mit den Anforderungen und Bedürfnissen anderer Bereiche.
Das ist einigermaßen naheliegend. Denn Unternehmer, Manager, Marketing- und Produktionsverantwortliche
oder Finanzleute entwerfen ja auch tagtäglich Neues: Businessmodelle,
Ablaufprozesse, Projekte, Arbeitsanforderungen – wobei die bereits erwähnten
Innovationsanforderungen auch bei diesen Themen immer höher werden und immer
häufiger auch unbekanntes Terrain betreten werden muss. Da wird Kreativität
wichtiger denn je – wenn etwas nicht mehr planbar ist, müssen zwangsläufig neue
Wege beschritten werden. Die Methoden und Techniken der Designer bekommen damit
plötzlich neue Einsatzfelder, abseits des reinen Produkts.
Zusammengefasst steht "Design Thinking" damit für
alle kreativen Methoden und Techniken, die bei der Lösung verschiedenster
Probleme verwendet werden können. Darüber hinaus liefert es auch neue Ansätze
für die Gestaltung innovativer Strategien und Arbeitsweisen. Aber egal, wie und
wo Design Thinking zum Einsatz kommt, es ist einfach faszinierend zu
beobachten, wie diese kreativen Methoden uns helfen, Kreativität für Menschen
und Organisationen wieder erlebbar zu machen.
Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden war
evident, dass auch eine bestehende Safe Harbor Bescheinigung kein Hindernis für
einen möglichen Zugriff der amerikanischen Behörden auf alle Daten dieser
Unternehmen ist. Ob es sich um einen „großen Erfolg für den Datenschutz“
handelt, scheint fragwürdig. Durch die weltweite Vernetzung sowohl
kommerzieller als auch technischer Natur ist davon auszugehen, dass
personenbezogene Daten Europäischer Unternehmen auch weiterhin in den USA
verarbeitet werden, bzw. amerikanische Unternehmen Niederlassungen auf dem
Boden der EU betreiben und diese Daten somit in der EU verwenden. Das Interesse
der amerikanischen Behörden an diesen Daten scheint ungebrochen.![]() |
| Marcel Wassnik und sein Superevent Team auf dem 7. Confare CIO SUMMIT Fotos by Roman Katoch |
Judith Denkmayer, Geschäftsführerin von Digital Affairs ist
Social Media Pionier in Österreich, auf Twitter aktiv unter @linzerschnitte und
Referentin auf dem Confare Jahresforum Marketing & Vertrieb 2.0 am 5. Juni
in Wien. Im Gespräch sagt sie uns, warum bestehende CRM Lösungen nicht fit für
das Social Web sind, und wo sie sich weiterentwickeln müssen.
Andy Smith is the EMEA Marketing and
Strategy Manager at Arrow OEM Computing Solutions. Arrow provides hardware and
know-how for companies that want to use the power of digital signage to
increase their sales and branding. He is keynote speaker at the Confare event
»Marketing & Vertrieb 2.0« on June 5th. In this interview he provides some
insights to the organisational success factors for Digital Signage.