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Dienstag, 31. Mai 2016

Wie sicher ist Österreichs Handy-Signatur wirklich? Experteninterview zu Sicherheitslücken und was Sie beachten müssen.

Am 30. Mai berichtete die ZIB2 umfassend über die gelungene Hacking-Attacke österreichischer Sicherheitsexperten gegen die Handy-Signatur, die bei zahlreichen E-Services von Unternehmen und Ämtern zum Einsatz kommt. In einem Webinar zeigen wir mit den Experten von ZTP wie die Attacke im Detail funktioniert, was die gefundenen Sicherheitslücken konkret für Sie bedeuten und wo Handlungsbedarf besteht. Im Blog-Interview bezieht Experte Wolfgang Prentner Stellung.

Wie sieht die Anwendung der Handy-Signatur derzeit aus?
Die Handy-Signatur ist puncto Akzeptanz mit über 640.000 Benutzern und über 200 E-Services mittlerweile eine Erfolgsgeschichte in Österreich – während die Benutzeranzahl bei den chipkartenbasierenden qualifizierten elektronischen Signaturen stagnieren, steigt die Benutzerzahl der Handy-Signaturen stark an.

Wie sicher ist die Handy-Signatur tatsächlich?
Die Handy-Signatur ist grundsätzlich eine erprobte Technologie, wenn sie richtig eingesetzt wird. Bei der österreichischen Handy-Signatur hat sich aber zumindest ein gravierender Fehler in der Sicherheitsarchitektur eingeschlichen, der das Phishing nach Handy-Signaturen, also die Fälschung von rechtsverbindlichen elektronischen Signaturen, ermöglicht.
Was bedeutet das für Service-Betreiber und Anwender?
Im März dieses Jahres wurden über 124.000 neue Phishing Websites gezählt. Die Phishing Problematik im E-Government mit derzeit über 200 E-Services wird 100-mal höher als wie z.B. beim Internet-Banking eingeschätzt. Warum? Ein Bürger hat 1 bzw. 2 Internet-Banking Anwendungen in Verwendung. Ein Bürger kann aber über 200 E-Government Services in ganz Österreich nutzen, daher der Faktor 1:100 was die Gefährdung durch Phishing Angriffe auf die österreichische Handy-Signatur betrifft und massiv erhöht. Für Service-Provider und dessen Kunden heißt dies konkret - erhöhte Achtung vor vermeintlichen E-Mails, damit nicht Signatur-Daten gephished werden  um sie dann missbräuchlich zur z.B. Unterfertigung von rechtsverbindlichen Verträgen durch Kriminelle zu verwenden.

Welche Maßnahmen müssen daher getroffen werden?
Von Seitens der (1) Anbieter von Handy-Signaturen müssen dringend einige Sicherheitsmaßnahmen korrigiert und verbessert werden. Die (2) Anbieter in Österreich von Handy-Signatur Login Lösungen, derzeit über 200 E-Services, müssen darauf achten, dass ihre Webseiten nicht gefälscht und zum Phishing nach Signaturen missbräuchlich verwendet werden und (3) die Bürger und Mitarbeiter von Betrieben und Behörden müssen darauf achten, dass Sie nicht Phishern auf den Leim gehen, sprich Ihre Signaturen missbräuchlich verwendet werden.

Wie Hacking gegen die Handy-Signatur aussehen kann und wie Sie sich schützen erfahren Sie in unserem Webinar mit Sicherheits-Profi Wolfgang Prentner. Sichern Sie rechtzeitig Ihre Teilnahme:
Webinar Termine:
Do. 2. Juni 2016, 14.15h  Do. 9. Juni 2016, 9.15h
Handy-Signatur Phishing - Ursachen, Folgen und mögliche Maßnahmen
Anmeldung: https://www.ztp.at/acsa


Donnerstag, 31. März 2016

Zwischen Anwenderinteressen und Unternehmensanforderungen – Top CIO Christian Pfundner, Schrack Technik GmbH


Christian Pfundner leitet EDV und Organisation bei der Schrack Technik GmbH. Seit er diese Aufgabe übernommen hat, hat sich die IT-Abteilung zum wichtigen Ansprechpartner für alle Fachabteilungen entwickelt und ist in alle wichtigen Business Initiativen eingebunden. Dass er dabei den Spagat zwischen Innovation und Verlässlichkeit meistert, macht ihn zu einem der Kandidaten für die Auszeichnung als Top CIO 2016 und den CIO AWARD.

Der Veränderungsdruck ist in fast allen Branchen sehr hoch – Wie weit seid Ihr ebenfalls davon betroffen? Was sind die Handlungsfelder als CIO?
Wir sehen wie viele andere auch, dass sich die (IT-)Welt um uns herum rasant verändert und wir – um nicht mittelfristig gravierende Wettbewerbsnachteile zu haben – diese Veränderung aktiv annehmen und an ihr wachsen müssen. In unserem Fall bedeutet das auf der einen (IT-internen) Seite, dass wir unsere Infrastruktur aber auch Teile des Applikationsbetriebs in Richtung Cloud-Services öffnen um von den damit verbundenen Vorteilen profitieren zu können. Businessseitig sehen wir die „neuen Möglichkeiten“ als großen Bauchladen voller Puzzleteile, die intelligent zu mehrwertschaffenden Lösungen zusammengesetzt werden wollen. Für den CIO heißt das, dass wir das was wir seit jeher gut können – Veränderungen managen – nun auf einer neuen Ebene spielen, da die Anforderung dazukommt, die potentiellen Mehrwerte aus den „neuen Möglichkeiten“ an das Senior Management zu „verkaufen“ und damit Projektfreigaben für innovative Projekte zu erreichen.

Welche Auswirkungen hat das auf die IT-Strategie?
Wie bereits angeführt öffnen wir uns strategisch für Cloud Services „aller Art“ und sind gerade dabei, unsere bislang selbst betriebenen Services zu klassifizieren und mögliche zukünftige Betriebsmodelle zu sondieren. Hinsichtlich der damit verbundenen technologischen Änderungen ist es essentiell, den „Culture Change“ gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeitern zu planen, zu evaluieren und schließlich durchzuführen – denn diese Mitarbeiter müssen schließlich später den Betrieb unter geänderten Voraussetzungen sicherstellen und daraus auch Mehrwerte für die Organisation schaffen. Für unsere Roadmap der Businessprojekte bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass wir uns noch stärker als bisher auf die Optimierung des Arbeitsalltags unserer (Vertriebs-)Mitarbeiter fokussieren und dieser Strategie folgend immer neue diesbezügliche Tools und Lösungen produzieren – von der aktiven Vertriebsunterstützung durch automatisierte Angebotsprozesse bis hin zur kompletten Überarbeitung des Pricing-Systems.

Ein wesentlicher Faktor bei Deiner Einreichung zum CIO AWARD ist die Integration der IT in alle wichtigen Geschäftsinitiativen. Welchen Beitrag leistet die IT hier? Wie wird das organisatorisch bewerkstelligt?
Das Unternehmen hat bereits vor längerer Zeit erkannt, dass wir nur mit einer starken und zentralisierten IT langfristig erfolgreich sein können. IT ist allgegenwärtig, es gibt (fast) keinen Prozess, der nicht IT-gestützt abläuft. Wir leben von der hohen Effizienz unserer Prozesse, die wir ständig weiterentwickeln. Die IT ist dabei im Unternehmen klar positioniert und fungiert unter anderem als Prozessschmiede und Innovationsmotor des Konzerns. In dieser Rolle haben wir die Aufgabe, mit einer holistischen Brille ausgestattet und der Konzernstrategie folgend, laufend neue Innovationsfelder aufzuzeigen und diese im Rahmen der Strategie- und Führungsgremien zu präsentieren und zu „verkaufen“.  Organisatorisch heißt das, dass die IT in allen wesentlichen Gremien vertreten und damit in der Lage ist, strategische Richtungsänderungen mit zu gestalten und damit auch frühzeitig zu kennen – was essentiell für schnelle und zielgenaue Umsetzungsprojekte ist.

Wie wichtig ist der menschliche Faktor in der Arbeit als CIO?
Kurz gesagt sehr wichtig. Auf der einen Seite stehen die User, die immer technikaffiner werden und „verlangen“, die privat lieb gewonnenen Tools auch im betrieblichen Umfeld einsetzen zu können. Auf der anderen Seite steht vielfach das Management, das neuen Technologien gegenüber oft sehr vorsichtig, wenn nicht zurückhaltend gegenübersteht. Eine Kernaufgabe ist es daher, die vielen menschlichen Bedürfnisse zu bewerten und wo aus unternehmerischer Sicht sinnvoll auch zu befriedigen. Eine andere Facette dieser Aufgabe ist es, noch nicht verspürte aber „sinnvolle“ Bedürfnisse in den Köpfen des Senior Managements zu wecken. Eines darf man dabei allerdings niemals aus den Augen verlieren: Die Technologie hilft uns bei unserer Arbeit – aber nur der Mensch kann daraus Lösungen entwickeln.

Der CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Mittwoch, 13. Januar 2016

3 keys for building successful digital services - How a visionary CIO helps a company to survive in times of disruptiv change

Bence Laczkovich CEO at Virgo International Ltd. about agile and lean product development and the role of the CIO.

What are the expectations customers have these days and in which areas do companies have to act to meet these expectations?

Today, clients understand that digital product development is far more complex than simple software development. They are looking for partners supporting them through their entire digital product development process. That sometimes means that we are getting involved in the elaboration of the business model itself.  Or in the pitch of the idea and concept to potential investors. This kind of ‘IT-coach’ role perfectly fits us: we are trained to deeply understand these concepts. Additionally, for us as evangelists of the agile methodology, empathy is a minimum requirement. 
What are the 3 most important keys to success with innovative digital services and products?

(1) The Lean approach is a key factor. For any concept-phase we strive to create a viable product to help validation of the concept itself.

(2) Continuous analysis and scrutiny of pre-set assumptions is a key factor as well. E.g.: the deep understanding of customers’ needs and the capacity to change direction if needed.

(3)  Understand that an unsuccessful project or concept is not necessarily a failure by itself. One should be able to let (it) go.  Agility and successful product development are about being able to react to the truths of the world – whatever they are.
What can the CIO do to make his company successful in times of disruptive Change?

The more the business models are based on innovative ITC solutions, the more visionary a CIO becomes a real engine for the success of his/her company. The best contribution of a CIO to success is proactively searching for new solutions.
As changes aren’t fully predictable nowadays, a flexible, IT-related organisation can contribute more to any emerging business requirement. Portfolio management and the ability to prioritise are both key elements. Understanding trends and the ability to manage frequent and overwhelming challenges is a must.

We at Virgo Systems strongly believe that with an agile background it gets easier and more effective to face all these challenges.
How should a development process for a cool e-commerce solution look like?

The goal is clear: fast and comfortable shopping opportunity for customers. Therefore, we must think as customers do. Mobile application is a must, not an option anymore. Supported by state-of-the-art search engines and collaborative filtering we build such a high user experience and such an easy and safe way of buying, that users are converted immediately to returning customers just from the very first purchase. Agile methodology helps a lot to better understanding what is in customer’s mind. 

What role does Virgo play in creating sustainable solutions for its customers?

From a technological point of view we create architectures ready to handle disruptive changes. Structures are being developed by always keeping in mind that refactoring cost has to be minimal. The foundation has to be solid: one must opt for technologies which will exist in 5-10 years from now. Therefore, an intelligent mix of stability and innovation complement each other as key factors of sustainability.
From a business point of view one has to have a clear vision where his/her company is supposed to be developed in the future, but while en-route one must always keep in mind the ability to adapt continuously to the new needs and requirements. Being agile benefits pretty much this ability.

Meet Virgo Systems Ltd. at the 9th Confare CIO SUMMIT – April 6/7th 2016 Vienna.
http://www.confare.at/12305_DE-7401_9._CIO_IT-Manager_Summit-Programm.htm

Montag, 14. Dezember 2015

From cloud and software-defined to Open Stack - Storage market perspectives from a vendors point of view

With new and innovative products FalconStor takes its position in the storage market attacking several well established vendors with a StartUp attitude. Talking to EMEA Marketing Director Iris Hatzenbichler-Durchschlag about the award winning products, changes in the storage market, how the company itself changes and customer demands.

FalconStor launched the Freestor product suite/platform relatively recently. Please can you tell us about it?
FreeStor is the company’s new Software Defined Storage platform that addresses Migration, Continuous Availability, Recovery and Optimization.  We recently entered into an agreement with Cumulus Logic a start-up stealth company to provide Intelligent Analytics to the FreeStor platform that will be available at the end of Q1 2016.

With FreeStor we have also introduced a flexible model to use the product.  We have a subscription based offering that allows customers to only pay for what they use and throughout the year they can consume more capacity than they are licensed for without any additional costs.  At the end of each year the customer or, in the case of a service provider, at the end of each quarter, they will true-up looking forward with a predefined cost per terabyte.
And is it software-only, only available as an appliance, or are both options available?

The Freestor product is software-only.  We provide customers or partners an x86 Linux-based reference architecture to select the server that they are most comfortable in using or have a special arrangement with for purchasing.
The Freestor storage vendor support is probably the most comprehensive in the industry.  We believe we support almost all current primary, secondary and tertiary disk providers and in the case of all-flash arrays and hybrid arrays, we probably support most of the primary and secondary vendors.
Our goal is to give customers choice in everything they do related to storage for their business.

And how do you see the whole software-defined era developing over time?
For us at the moment we see two definitions of software-defined storage which is primarily being driven by the marketplace vendors and is only now coming into focus with the industry analysts beginning to develop a taxonomy that is their understanding and belief of what software-defined storage must contain. 

There are two approaches; decoupled and hyper converged. We at FalconStor are currently supporting the decoupled approach which is more of a build-it-yourself (BIY) and the reason is that it allows customers and service providers to choose the most economical approach to the service levels and performance they are looking to obtain.  We believe that hyper-converged is also a viable solution, but it does not do much for existing legacy environments which we call “brownfields” they are really for new environments, applications and services which are “greenfields”.  Both work depending on customer requirements.
We also believe that through an Intelligent Abstraction layer, combined with Intelligent Analytic information, ultimately then Intelligent Action can be delivered based upon: service levels, performance levels and economic requirements.

Moving on to migration challenges?
Customers and Service Providers find that the ability to move their data from one brand of disk to another, one brand of disk to an all-flash or hybrid array as well as from one location to another location is not easy.  Within storage hardware manufacturer families of product the ability may be provided by the vendor, but across vendors is very difficult.  The Freestor offering allows customer to move their data real-time or over time with our capabilities in the Always On pillar of Freestor as well as our Recovery and Protection pillar.  Because we have experience in many legacy data types as well as our “open” approach to data and the storage that it is residing upon, we are able to migrate a customer’s data quite easily.
And, of course, we can’t not mention the impact that the Cloud is having?!

If you look back at our industry - we have seen discussions about the Cloud a couple of times. The Cloud is a great opportunity for all types of customers; small and large.  At the moment we see the Cloud in need of a number of functional solutions which will evolve over time in Compute, Network, Storage and Security.  It has taken about five years from the beginning of talking about it until we have seen the first functional solutions.  From the FalconStor point of view, we can provide all the Data Services which are needed and here I’d rewrite the question: ‘It is not what impact the cloud has - it is more what benefits and capabilities we can add to make the cloud happen. And Data Services is the key to making it happen.

What can we expect from FalconStor during 2016?
FalconStor aims to become the de-facto standard for truly heterogeneous, enterprise class software-defined storage solutions.  We will continue to drive growth in all three major regions as well as continue our OEM and MSP partnerships.  With more and more organizations needing a way to non-disruptively modernize existing environments and incorporate new storage technologies such as flash, FreeStor is optimally positioned to deliver those capabilities with over 15 years of proven experience.  We are not a new start up, but we plan to operate and grow like one...!

FalconStor demonstrates its products as a partner at the 9th Confare CIO SUMMIT in Vienna on the 6th/7th April – www.ciosummit.at
About FalconStor:

FalconStor solutions give customers the power to seamlessly migrate, recover, protect, and deduplicate dataon or off the cloud without tying their business to specific hardware, networks, or protocols.
FalconStor gives customers the “Power to Be Free, with True Software-Defined Storage. With FreeStor, customers are free to choose or leverage the right storage infrastructure to match their business, operations, and budget, free to innovate and focus on driving business, and free to do business in a way that makes sense for their business - not in a way that is dictated by vendors.
FreeStor breaks the cycle of storage vendor lock-in by eliminating outdated licensing models and shifting to a new pricing model. We believe our technology will allow customers to choose the right storage medium for the right service level they are trying to achieve, with the right performance and economic performance for them.
FalconStor Software GmbH, Landsbergerstr. 312, 80687 München, Tel:+49-89-41615321-10, www.falconstor.com

Montag, 12. Oktober 2015

Wie sicher kommunizieren Aufsichtsräte und Vorstände? Anforderungen an digitale Kommunikation

Das Unternehmen ICSA Boardroom Apps Limited bietet mit Boardpad eine spezielle Lösung für die sichere Kommunikation mit Aufsichtsräten und Vorständen. Wir sprachen im Rahmen des 4. Confare Swiss CIO SUMMIT mit Daniel Billep über die speziellen Wünsche dieser Zielgruppe, digitale Kommunikation und die Sicherheitsrisiken von Papier.

Inwieweit haben sich die Anforderungen an die Verteilung von Informationen geändert?
DB: Immer mehr Vorstände steigen auf die Verwendung einer App für Vorstandssitzungen um, um den Prozess der Verwaltung der Sitzung und der Unterlagen zu straffen. Der Wechsel zu einer App ist daher positiv weil im Zeitalter von Big Data immer mehr Information in kürzerer Zeit erhältlich ist und dadurch jegliche Updates zu Board Packs / Vorstandsmaterialien per traditionellem Weg, also Druck und Versendung, der elektronischen Lieferung nicht mithalten kann. Des Weiteren macht es heutzutage keinen Sinn schwere und umfangreiche Dokumente in der Aktentasche zu tragen wenn der Grossteil der Firmeninternen Kommunikation elektronisch stattfindet und somit auf dem Tablet erhältlich ist.

Welche Wünsche haben Vorstände und Aufsichtsräte?

DB: Vorstände und Aufsichtsräte machen sich weiterhin gerne Notizen auf ihren Unterlagen. Durch die Boardpacklösungen, die über integrierte Annotationsfunktionen verfügen, können die Geschäftsführer ganz einfach Kommentare oder Notizen hinzufügen, die Schlüsselpunkte unterstreichen oder ähnlich wie bei der Verwendung von Boardpacks in Papierform frei zeichnen. Es gibt auch eine zusätzliche Funktion zum Teilen der Kommentare, Generieren von Kommentarlisten und einfachen Navigieren von einem Kommentar zum nächsten.
Welche Risiken sind in diesem Zusammenhang zu beachten? Inwieweit ist Awareness für Sicherheitsfragen in den Führungsetagen zu finden – und was kann man dazu beitragen?

DB: Die Frage der Sicherheit der vertraulichsten Unterlagen ist immer eine der wichtigsten. Elektronische Boardpacks sind sehr sicher. Fragen Sie jedoch bei Ihren potentiellen Providern immer nach vollständigen Details einschließlich der durchgeführten Penetrationstests. Vergleichen Sie die Sicherheitseigenschaften mit den Risiken der Papierübermittlung. Wurde jemals ein Boardpack von einem Kurier nicht korrekt übermittelt? Wurden vertrauliche Unterlagen jemals in Zügen, Flugzeugen oder Hotels vergessen? Wurden Dokumente von einem Kurier an Hotel geliefert, nachdem Ihr Geschäftsführer bereits ausgecheckt hatte? Im Gegensatz zu Boardpacks in Papierform bieten Ihnen Notebooks oder iPads mit elektronischen Boardpacks immer noch ein Maß an Sicherheit, wenn diese verlegt wurden. Das Gerät an sich ist passwortgeschützt und hochgeladene Dokumente sollten automatisch verschlüsselt werden. So können Daten verlorener Geräte über Fernzugriff gelöscht werden.
Was ist ausschlaggebend für die Usability?

DB: Elektronische Boardpacks sind für eine möglichst intuitive und benutzerfreundliche Handhabung designt. Geschäftsführer kommen mit ihnen generell sehr schnell zurecht. Es ist wichtig, dass sie durch den Provider ordnungsgemäß eingewiesen wurden und dass ein permanenter Support zur Verfügung steht. Nach dem Training durch den Provider ist das Team von Gesellschaftssekretären/-sekretärinnen oft auch in der Lage, bei Standardfragen eine Hilfestellung zu bieten.
Welche Perspektiven und künftigen Möglichkeiten erwarten Sie?

DB: Der digitale Boardroom ist der Boardroom der Zukunft. Ob es Sicherheit, Nachhaltigkeitspolitik oder generelle Praktikalität ist, digitale Board Packs unterstützen alle drei Dimensionen.
Mehr zu Boardpad finden Sie hier: http://www.boardpad.de/ 
Treffen Sie ICSA Boardroom Apps beim Confare CIO SUMMIT - www.ciosummit.at

Freitag, 9. Oktober 2015

Die Digitalisierung schafft neue Berufe – Der Digital Konzepter als Schnittstelle zwischen Idee und Umsetzung

Wie kann ein Unternehmen, das erfolgreich sein Kerngeschäft betreibt, disruptive Geschäftsmodelle entwickeln? Wie findet man in der Fülle der technischen Möglichkeiten, die richtige Lösung für die eigenen Ideen? Die Digitalisierung verändert nicht nur bestehende Berufe sondern bringt ganz neue Berufsbilder hervor. Der Digital Konzepter fungiert als Katalysator zwischen Idee und Technik, kreativer Entwicklung und Umsetzung. Im Gespräch mit Ivan Siljic, der als Digital Konzepter bei der Agentur Ideengott arbeitet.

Warum ist die Digitalisierung unserer Wirtschaft für viele Entscheider so ein herausforderndes Thema?
Wir sehen in den verschiedensten Branchen, dass die klassischen Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung angegriffen werden und im schlimmsten Fall sogar die marktführenden Unternehmen fast völlig verschwinden.

Die digitale Innovation hat das Potential, disruptiv zu sein, und viele Startups nutzen diese Möglichkeit. Da es einem Unternehmen kaum möglich ist, sich selbst durch disruptive Innovation anzugreifen, sind die CIOs dieser Unternehmen nun in einem schweren Doublebind gefangen: Einerseits reicht erhaltende Innovation oft nicht aus, um das Geschäftsmodell ihres Unternehmens im Zuge der digitalen Transformation abzusichern, andererseits werden sie durch die herrschende Unternehmenskultur an Inputs oder gar Projekten in Richtung disruptiver Innovation gehindert.

Eines der bekanntesten Beispiele hierbei ist Kodak. Wie den meisten sicher bekannt sein wird, hat ein Mitarbeiter von Kodak als Erster einen Prototyp einer digitalen Kamera entwickelt. Dieses Projekt wurde damals von der Geschäftsführung mit strikter Geheimhaltung belegt, wodurch Kodak sich selbst abgeschafft hat, statt zum Innovationsführer der digitalen Fotographie zu werden.
Welche Hürden sind zu überwinden?

Generell haben die Abteilungen eines Unternehmens, die mit der Kommunikation des Produktes oder Services beauftragt sind, nur wenig Ahnung von Technologie, während die technologischen Teile wie die IT nur sehr rudimentäre Vorstellungen von der kommunikativen Ausrichtung ihres Unternehmens und deren Notwendigkeiten haben. Gerade bei Digitalisierungsprojekten kann dieser Graben auch sehr großen Konzernen das Rückgrat brechen. Mittlerweile sind sich die maßgeblichen Analysten zum Fall Nokia einig, dass die Silobildung innerhalb des Unternehmens der entscheidende Faktor beim Niedergang des Unternehmens war. Als jemand, der aus der Kommunikationsbranche kommt, aber einen technologischen Hintergrund hat durch Programmierkenntnisse in Javascript und php, kann ich eine Brückenfunktion bilden, um einen gemeinsamen Fortschritt im Unternehmen zu erreichen. "Welche Rolle spielt dabei ein Konzepter? Was sind seine Aufgaben?
Als Externer hat der Konzepter die Möglichkeit, auch disruptive Ideen zu entwickeln und zu präsentieren, ohne dass deswegen irgendjemand den Kopf verliert. Es gibt gute Beispiele, wo es den Unternehmen gelungen ist, die Digitalisierung zu umarmen und sogar ihr gesamtes Geschäftsmodell dahingehend zu transformieren.

Viele Ansätze können auch ruhig im Land der Ideen bleiben, bei manchen setzt man vielleicht zu einem Proof of Concept an. Es bestehen bereits erprobte Methoden wie Agile oder Scrum, wo man mit genau ausgearbeiteten Sprints die Entwicklung auch von Projekten mit nicht vollständig definierten Endzielen effizient gestalten kann. Grundsätzlich treibt der Konzepter so auf verschiedene Weise die Auseinandersetzung des Unternehmens mit der digitalen Transformation weiter.
Welche Fragen sollte man zu Beginn an den Konzepter stellen?

Interessanterweise sehe ich mich als Konzepter in der Situation des Fragestellers. Je mehr ich über meinen Kunden, dessen Geschäftsmodell, die visible und vor allem hidden Deliverables erfahre, desto fokussierter kann ich vorgehen. Es gibt Fälle, wo sich dieses Frage-Antwort Spiel über Monate entwickelt hat, weil in den aufeinanderfolgenden Gesprächen klar wurde, dass viele Antworten auf unbegründeten Annahmen basierten, und diese Annahmen erst Schritt für Schritt als richtig oder falsch verifiziert werden mussten.
Es ist ein gemeinsamer, kreativer Prozess, der durchaus auch fordernd sein kann. Man benötigt schon eine gewisse Leidenschaft dafür, gangbare Wege in komplexen Systemen zu entwickeln.

Wie sieht die Zusammenarbeit bei konkreten Projekten aus?

Die Modalitäten sind sehr individuell, da es kaum ein Digitalisierungsprojekt im Kontext eines bestimmten Unternehmens und dessen Kultur gibt, das dem anderen gleicht. Da muss man von Beginn an flexibel sein und Wege der Zusammenarbeit finden, die funktionieren.
Grundsätzlich ist der erste entscheidende Punkt, den es zu erreichen gilt, das Problem an und für sich konkret zu fassen und zu definieren. Aus der Kommunikationsbranche kommend ist mir sehr bewusst, dass wir Menschen gern Probleme als Lösungen kommunizieren, und in solchen Fällen ist dann eine Art reverse Engineering erforderlich. Da geht man dann Schritt für Schritt die Argumentationskette rückwärts ab, um auf die Frage zu kommen, die zu vorderst beantwortet werden muss.

Hat man diese Basis erreicht, ist schon viel gewonnen. In der Zusammenarbeit spürt man dann oft eine gewisse Erleichterung, dass man jetzt zumindest klar am Tisch hat, was wirklich Sache ist. Dann geht’s ans Recherchieren und kreative Entwickeln von Lösungsansätzen. In welchem Rahmen das passiert, ob allein oder im Team, mit welchem Zeithorizont, ob eventuell Evaluationsmaßnahmen erforderlich sind, bleibt der konkreten Dynamik überlassen.
Mein Bestreben in dieser Phase liegt darin, skalierbare Lösungsansätze zu entwickeln. Meistens gibt es verschiedene Optionen, die man beschreiten kann. Gemeinsam wird dann beraten, welche Option für das Unternehmen am sinnvollsten ist, und es werden weitere Schritte in Richtung Umsetzung festgelegt.

Bei der Confare Konferenz #Digitalize 2015 am 14. Oktober treffen sich mehr als 100 Top-Manager aus unterschiedlichen Branchen zum Erfahrungsaustausch und Networking. Details und Anmeldung zum umfangreichen Programm finden Sie hier. http://www.confare.at/11550_DE-7304_%23Digitalize_2015-Einfuehrung.htm

Dienstag, 14. Juli 2015

Coole Business App oder Rohrkrepierer? Welche Entscheidungen Sie treffen müssen, damit Ihre mobilen Anwendungen ein Erfolg werden

Armin Kuppek ist Head Mobility und Digital Business bei CSC Austria. Im Vorfeld seines Vortrages bei der Confare Konferenz #Digitalize 2015 am 14. Oktober in Wien haben wir mit ihm darüber gesprochen, warum vielen mobilen Business Anwendungen der Erfolg versagt bleibt, was Entscheider bei der Planung von Business Apps berücksichtigen müssen und wie man die eigenen Anwender glücklich machen kann?

Gute Ideen für mobile Business Anwendungen gibt es viele, oft scheitert es jedoch bei der Umsetzung. Woran liegt das?

Die meisten Menschen haben – geschuldet durch die sehr hohe Verbreitung von Smart Devices im privaten Umfeld - persönliche Erfahrungen mit mobilen ‚Consumer’ Apps, welche (in den meisten Fällen) durch eine exzellente User Experience glänzen.  Da wundert es nicht, dass potentielle Anwender der Fachabteilungen auch ansprechende und intuitive mobile Geschäftsanwendungen im Berufsleben voraussetzen. Bei Nichterfüllung dieser Anforderungen scheitern mobile Anwendungen zumeist an der Akzeptanz der Anwender. Diese Erwartungshaltung steht oft in Konflikt mit den Zielen der Business- und IT- Entscheider.

Business Entscheider verfolgen als primäres Ziel die Optimierung Ihrer Geschäftsprozesse. Dabei lassen sich aus unserer Sicht grob drei Kategorien von mobilen Anwendungsfällen unterscheiden:
1)            Bestehende Produkte weiter verbessern
2)            Die Produktion optimieren bzw. verbessern
3)            Neue Geschäftsmodelle und Umsatzpotentiale realisieren

Die Investitionsbewertung hinsichtlich einer Umsetzung von mobilen Anwendungsfällen muss durch das Business unter Berücksichtigung dieser Kategorien erfolgen. Dabei liefert 1) einen relativ überschaubaren Mehrwert für das Business. Wenn möglich sollte auf kostengünstige, vorgefertigte Standardlösungen zurückgegriffen werden. Unter 2) versteht man mobile Anwendungen, die grob gesagt existierende Prozesse beschleunigen oder deren Effizienz steigern.  3) bringt den größten Mehrwert für das Business und rechtfertigt demnach auch höhere Investitionskosten. 
Ein zusätzliches Bewertungskriterium stellt der Routinefaktor einer mobilen Geschäftsanwendung dar -  darunter versteht man die Häufigkeit der Verwendung der Lösung.

Die Aufgabe von Business Entscheidern muss es sein, Ideen bzw. potentielle mobile Anwendungsfälle auf Basis des generierten Business Mehrwerts und des Routine Faktors zu bewerten und zu priorisieren und eine Investitionsentscheidung unter Berücksichtigung der drei Kategorien zu treffen (siehe Abbildung).
IT Entscheider haben in den meisten Fällen das Ziel, zum einen die IT Kosten niedrig zu halten und zum anderen den Einsatz von mobilen Technologien konform zur (hoffentlich) vorhandenen mobilen Strategie sicherzustellen. Die IT agiert dabei als Business Enabler.
Investitionsentscheidung anhand Business Value und Routine Faktor
Was sind nun Ihre Empfehlungen um den Erfolg bei der Einführung mobiler Geschäftsanwendungen zu gewährleisten, und dabei auch die Anforderungen der Anwender hinsichtlich der User Experience zu berücksichtigen?

Nach einer positiven Investitionsentscheidung durch das Business sind zwei Erfolgsfaktoren kritisch für die Umsetzung eines mobilen Anwendungsfalles:

1)            Zunächst müssen die Anforderungen an die zu entwickelnde mobile Geschäftsanwendung definiert werden - unabhängig von einer Technologieentscheidung. Sehr häufig kann beobachtet werden, dass Technologien bzw. bestehende, zu mobilisierende Applikationen die Umsetzung treiben anstatt der funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen. Diese Herangehensweise führt häufig in eine Sackgasse und kann zum Scheitern eines Umsetzungsprojektes führen. Anforderungen an die Technologie sollten erst nach der Anforderungsanalyse - auf Basis der ermittelten funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen – abgeleitet werden.
2)            Die Einbeziehung der betroffenen Anwender der Fachabteilung von Beginn an ist von entscheidender Bedeutung, da so sichergestellt wird, dass wichtige Anwender - Akzeptanzkriterien (z.B. Bedienbarkeit, Erlernbarkeit, Barrierefreiheit etc) von Beginn an berücksichtigt werden.
Der User-Centered-Design Ansatz verfolgt genau diese Ziele. Dabei werden speziell die Anforderungen der Anwender an die Benutzeroberfläche mittels Rapid-Prototyping Techniken (z.B. interaktive Screendesigns, Clickdummys etc) greifbar und erlebbar gemacht und somit das wertvolle Feedback der Anwender gleich zu Beginn der Umsetzung ermittelt. Wahrnehmung und Akzeptanz der mobilen Geschäftsanwendung werden so zuverlässig optimiert. Diese Vorgehensweise kann als Ergänzung zur klassischen Anforderungsanalyse gesehen werden. In der agilen Welt finden diese Aktivitäten typischerweise in den ersten Sprints statt.

Letztendlich ermöglicht die skizzierte Vorgehensweise einem Unternehmen, mobile Potentiale systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu priorisieren und eine strategische Investitionsentscheidung zu treffen. Häufig auftretende Showstopper werden vermieden, sodass Mehrwert stiftende mobile Geschäftsanwendungen auch tatsächlich erfolgreich umgesetzt werden können.
Mehr über seine Praxiserfahrungen bei der Umsetzung smarter Apps wird Armin Kuppek im Rahmen seines Vortrages bei #Digitalize 2015 berichten. Die Teilnahme ist für IT-Entscheider und Fachbereichsleiter kostenlos. Details und Anmeldung finden Sie auf http://www.confare.at/11550_DE-7304_%23Digitalize_2015-Einfuehrung.htm