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Montag, 13. Juni 2016

6 IT-Kennzahlen mit denen Sie messen, wie fit Ihre IT für den Digitalen Wandel ist

Mit der Digitalisierung verändert sich die Rolle der IT. Herkömmliche finanzielle und Performance-Kennzahlen reichen oft nicht mehr. Das IT-Controlling muss neue Wege gehen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Holger Schellhaas Münchner Partner der TCI Transformation Consulting International GmbH mit dem Messen und Steuern von IT-Leistung. Anlässlich des Confare Seminars IT-Kennzahlen haben wir ihn gefragt, wie man als IT-Manager oder CIO die digitale Fitness der IT-Abteilung misst.

Ist das herkömmliche IT-Controlling gut aufgestellt für das Digitale Zeitalter?
Eine IT ist dann gut, wenn sie das Geschäft des Unternehmens voranbringt. Eine IT ist dann reif für die digitale Transformation, wenn sie das digitale Geschäftsmodell umzusetzen vermag. Ein IT-Controlling ist dann gut aufgestellt, wenn es die Leistungsfähigkeit von Führungskräften, Mitarbeitern und Prozessen in der IT - bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung - transparent machen kann:
·         Wie klar kann die IT ihre zukünftige Position in der Wertschöpfungskette bestimmen (z.B. was intern erbracht, was ausgelagert und was durch Partner abgedeckt werden soll)?
·         Wie weit ist die IT mit der Aufstellung für die schnelle Entwicklung neuer Angebote (z.B. Plattformen, Virtualisierung, Performance, Sicherheit, Integration, Multimandantenfähigkeit, …)?
·         Wie gut ist die Führungsmannschaft der IT darauf vorbereitet, den für die digitale Transformation erforderlichen Lernprozess zu steuern?

Wie wichtig ist in Zeiten von Cloud die interne IT um erfolgreich den Digitalen Wandel zu bewältigen?
Digitale Transformation wird gerne gleichgesetzt mit dem konsequenten Einsatz von Cloudlösungen. Eine solche Verlagerung von IT-Funktionen auf eine Vielzahl von externen Services und Dienstleistern verschiebt die Position aller Beteiligten durch den Wechsel der direkten Führung auf das Managen von Dienstleistungen. Kritisch ist, wenn der Reifegrad der IT für dieses IT-Sourcing, bei dem Leistung und Wirtschaftlichkeit durch Prozesse des Provider Managements zu lösen sind, nicht ausreichend ist.

Doch die digitale Transformation fordert von der IT noch einen wesentlich größeren Wertbeitrag als lediglich Provider Management. In den neuen digitalen Welten kann und muss die IT einen aktiven Part in der Strategieentwicklung und der Unternehmenssteuerung spielen, Lösungen und Grenzen aufzeigen sowie neue Impulse aus anderen Branchen diskutieren. Sie wird vom lediglich optimierenden Informationsdienstleister und Anforderungserfüller zum gestaltenden, integrierenden Business-Enabler.

Welche Instrumente benötigt das IT-Management um den eigenen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu gestalten?
Letztlich haben wir ja das bei der ersten Frage schon diskutiert. Ziel des IT-Controllings muss es sein, die Qualität zusammen mit der Performance und den tatsächlichen Kosten der IT-Services transparent zu machen. Das IT-Management benötigt geeignete Instrumente, mit denen sich die Qualität der Kundenorientierung, der Grad der Innovationskraft und die Qualität der IT hinreichend messen lässt. Dann kennt die IT ihren Wert für die Fachbereiche und kann den eigenen Beitrag zum Unternehmenserfolg damit auch gestalten.

Was sind die 6 wichtigsten Kennzahlen für eine IT, um die Bereitschaft für Digitalisierung zu messen und zu steuern?
Die Kunst ist auch hier, mit wenigen „sprechenden“ Kennzahlen klar zu kommen und durch ein regelmäßiges Monitoring dieser Kennzahlen die Transparenz für die Bereitschaft zur Digitalisierung in der IT zu schaffen.

Kennzahl „Strategische Positionierung“ in Bezug auf die Herausforderungen der Digitalisierung

·         Wie konkret können Sie den Nutzen der IT für die Digitalisierungs-Strategie Ihres Unternehmens beschreiben (schnellere Bereitstellung, Flexibilität / Skalierung, Kosteneinsparung, geringere Investitionen)?

·         Wie genau sind die Leistungsangebote Ihrer IT beschrieben (für vorhandenes Geschäft, für Neugeschäft mit Bestandskunden, für Neugeschäft mit Neukunden)?
·         Für welche Prozesse wird die Digitale Transformation die größten Auswirkungen auf Ihr Kerngeschäft haben?

Kennzahl „Führungs-Fähigkeit“ bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung
·         Wie klar haben Sie definiert, wie Sie für digitale Geschäftsmodelle Kundennähe und Kundenbindung herstellen können (z.B. bei Buchung über das Internet)?
·         Wie gut bilden Ihre Führungskultur und Ihre Zielgrößen die Veränderungen durch die Digitale Transformation ab?
·         Wie gut ist Ihre Führungsmannschaft darauf vorbereitet, den hierfür erforderlichen Lernprozess zu steuern?

Kennzahl „Qualifikation der Mitarbeiter“ bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung
·         Wie bewerten Sie die nachgewiesenen Stärken Ihrer Mannschaft bezogen auf die anstehenden Aufgaben?
·         Wie klar können Sie beschreiben, was Sie zukünftig selbst machen, was Sie auslagern und was Ihre Partner abdecken (zukünftige Position in der Wertschöpfungskette)?
·         Wie konkret kennen Sie die Auswirkungen auf Arbeitsplätze (z.B. Veränderungen von Tätigkeiten, Standorte, Jobverlust)?

Kennzahl „Kunden- und Umfeldorientierung“ bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung
·         Wie genau können Sie beschreiben (und auch belegen), mit welchen Themen der Digitalisierung sich Ihre Kunden beschäftigen?
·         Wie klar können Sie Ihre Wertschöpfung im Vergleich zu Ihren Partnern beschreiben (z.B. für Entwicklung, Betrieb, Support)?
·         Wie gut verstehen Sie die Steuerung Ihrer Zielgruppen über neue und miteinander verknüpfte Marketing-Kanäle (Intranet, Gremien, Social Media, Partner)?

Kennzahl „Innovationsfähigkeit der Systemlandschaft“ bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung?
·         Wie weit sind Sie mit Ihrer Aufstellung für die schnelle Entwicklung neuer Angebote (z.B. Plattform, Virtualisierung, Performance, Sicherheit, Integration, Multimandanten, …)?
·         Wie präzise kennen Sie Ihre zukünftig erforderlichen Fähigkeiten für Datensicherheit, Datenschutz, Verschlüsselung, Datensicherung, Recovery?
·         Wie gut können sie einen unternehmensübergreifenden Betrieb steuern?

Kennzahl „Organisation“ bezogen auf die Herausforderungen der Digitalisierung?
·         Wie gut ist Ihre IT im Unternehmen positioniert, um die neuen Dienstleistungs-Geschäftsmodelle umsetzen (z.B. Einflussnahme auf Anforderungen, Preismodelle, Vertragsgestaltung / SLAs, Risiken…)?
·         Wie stark sind Ihre treibenden Köpfe für die Neuausrichtung?
·         Wie gut verstehen Sie die Steuerung Ihrer Zielgruppen über neue und miteinander verknüpfte Marketing-Kanäle (Intranet, Gremien, Social Media)?

Diese Fragen sind natürlich im einzelnen Projekt in konkrete Messgrößen zu übersetzen. Ich habe nicht die Illusion, dass man mit solchen Messgrößen alles steuern kann, aber es hilft, vom reinen Bauchgefühl wegzukommen. In jedem Fall möchte ich Ihnen zum Schluss meine eigenen Erfahrungen als zentrale Empfehlung mit auf den Weg geben: Halten Sie Kurs!
Anmeldung und Details zum nächsten Seminar: http://www.confare.at/13452_DE-7418_IT-Kennzahlen-Einfuehrung.htm

Mittwoch, 25. Mai 2016

Datenschutzrecht - Die neue EU-Grundverordnung und was diese für Sie bedeutet

Die EU hat mit einer neuen Grundverordnung die Basis für ein einheitliches europäisches Datenschutzrecht gelegt und die rechtlichen Rahmenbedingungen an die technischen Gegebenheiten unserer Zeit anpasst. Was für Unternehmen dabei zu beachten ist, zeigen die Experten der O.P.P. – Beratungsgruppe beim Confare „Update Datenschutzrecht“ am 28. Juni – Im Blog Interview Siegfried Gruber über die Neuerungen, die Ziele und die Auswirkungen der Grundverordnung.
Was sind die 3 wichtigsten Handlungsfelder im Unternehmen, wenn es um Datenschutz geht?
Ich möchte das Thema „Datenschutz“ einmal von der rein juristischen Perspektive lösen. Denn dass das Gesetz zu befolgen ist, steht wohl außer Zweifel.
Auf der Sicht des Unternehmens ist Datenschutz zugleich der Schutz von Informationen. Daher geht es zuallererst darum, schützenswerte Informationen zu identifizieren und entsprechende Prozesse aufzusetzen, um den Schutzbedarf, allfällige Bedrohungen und wirksame Gegenmaßnahmen (oder allenfalls andere Strategien zur Risikobehandlung) zu definieren.
In weiterer Folge müssen diese Prozesse und die damit verbundenen Risiken laufend beobachtet und die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen überprüft werden.
Die Prüfung der Wirksamkeit der ergriffenen Schutzmaßnahmen ist zudem eine konkrete (und meines Erachtens in der Praxis extrem relevante) Forderung der Datenschutzgrundverordnung.

Welchen Zielen folgt die neue EU Grundverordnung zum Datenschutzrecht? Welche Interessen stehen dahinter?
Die Änderung des EU-Datenschutzrechts von einer Richtlinie zur Verordnung hat zwei grundlegende Aspekte:
1.       Die Richtlinie und deren Grundlagen stammen aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und haben somit ein nicht mehr der Realität entsprechendes Bild der Verwendung personenbezogener Daten. Zu diesem Zeitpunkt war weder vom Internet, noch von der Cloud, geschweige denn von Big-Data auch nur die geringste Vorstellung vorhanden. Die EU Datenschutzgrundverordnung ist ein Versuch (obwohl technologieneutral formuliert), diese und andere Verarbeitungsformen, von denen wir heute noch nichts wissen, mit zu berücksichtigen und den Schutz personenbezogener Daten im ausreichenden Ausmaß zu gewährleisten.
2.       Aufgrund der doch teilweise sehr unterschiedlichen Umsetzung der Datenschutz-Richtlinie in den Mitgliedstaaten ergab sich (wie der Fall Europe vs Facebook zeigt) ein von Mitgliedsstaat zu Mitgliedsstaat doch sehr unterschiedliches Rechtsschutzniveau. Hier soll durch eine Vielzahl konkreter Bestimmungen gewährleistet werden, dass ein wirksamer Rechtsschutz nicht davon abhängt, in welchem Mitgliedstaat sich der Betroffene oder aber auch der für die Verarbeitung Verantwortliche jeweils befindet.

Was sind die wichtigsten Neuerungen?
Die konkret wichtigste Neuerung ist, dass es sich bei der DSGVO um unmittelbar anwendbares Unionsrecht handelt (das interessiert aber vielfach nur uns Juristen 😉).
Aus meiner Sicht besonders wichtig ist das Thema der „Zustimmung“ durch die betroffene Person. Hier hat sich gegenüber den bisherigen Voraussetzungen doch einiges geändert, was durchaus Auswirkungen auf die Rechtmäßigkeit bereits bestehender Datenverwendungen haben kann.
Zudem gibt es einige konkrete Bestimmungen, die einen besonderen Schutz für die Verwendung von Daten von Kindern bieten sollen.
Ganz neu ist auch das Thema „Profiling“. Hier gibt es für bestehende Datenanwendungen wohl Bedarf an Nachbesserung.
Wurde das Thema „Datenschutz“ bisher vielfach als Nebenschauplatz abgetan, was nicht zuletzt mit der geringen Gefahr „spürbarer“ Sanktionen zusammenhing, so hat sich hier Wesentliches getan. Bisher lag die Maximalstrafe bei € 25.000, --, die neuen Strafrahmen sehen Beträge von bis zu € 20 Mio. oder 4% des weltweiten Umsatzes von Unternehmen vor.

Welche Änderungen betreffen österreichische Unternehmen?
Aus der Sicht der Unternehmen ergibt sich (je nach Größe der Unternehmen bzw. Art der verwendeten Daten und damit verbundenen Risiken) eine Vielfalt an Neuerungen. Dies beginnt bei der Dokumentationspflicht, der Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung, besondere Bestimmungen im Zusammenhang mit der verpflichtenden Meldung von Verletzungen des Datenschutzes (Data Breach Notification Duty), Überprüfung der Wirksamkeit von Datensicherheitsmaßnahmen etc.
Für manche Unternehmen ergibt sich auch eine gesetzliche Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten.
Für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verwenden, ergibt sich jedenfalls die Aufgabe, sich mit den neuen gesetzlichen Bestimmungen zu befassen und allfälligen Handlungsbedarf zu prüfen.

Anmeldung und Details zum Update Datenschutzrecht finden Sie hier: http://www.confare.at/13429_DE-7419_Datenschutz_Praxisnah_-_Die_neue_EU_Grundverordnung-Programm_und_Referenten.htm

Freitag, 9. Oktober 2015

Die Digitalisierung schafft neue Berufe – Der Digital Konzepter als Schnittstelle zwischen Idee und Umsetzung

Wie kann ein Unternehmen, das erfolgreich sein Kerngeschäft betreibt, disruptive Geschäftsmodelle entwickeln? Wie findet man in der Fülle der technischen Möglichkeiten, die richtige Lösung für die eigenen Ideen? Die Digitalisierung verändert nicht nur bestehende Berufe sondern bringt ganz neue Berufsbilder hervor. Der Digital Konzepter fungiert als Katalysator zwischen Idee und Technik, kreativer Entwicklung und Umsetzung. Im Gespräch mit Ivan Siljic, der als Digital Konzepter bei der Agentur Ideengott arbeitet.

Warum ist die Digitalisierung unserer Wirtschaft für viele Entscheider so ein herausforderndes Thema?
Wir sehen in den verschiedensten Branchen, dass die klassischen Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung angegriffen werden und im schlimmsten Fall sogar die marktführenden Unternehmen fast völlig verschwinden.

Die digitale Innovation hat das Potential, disruptiv zu sein, und viele Startups nutzen diese Möglichkeit. Da es einem Unternehmen kaum möglich ist, sich selbst durch disruptive Innovation anzugreifen, sind die CIOs dieser Unternehmen nun in einem schweren Doublebind gefangen: Einerseits reicht erhaltende Innovation oft nicht aus, um das Geschäftsmodell ihres Unternehmens im Zuge der digitalen Transformation abzusichern, andererseits werden sie durch die herrschende Unternehmenskultur an Inputs oder gar Projekten in Richtung disruptiver Innovation gehindert.

Eines der bekanntesten Beispiele hierbei ist Kodak. Wie den meisten sicher bekannt sein wird, hat ein Mitarbeiter von Kodak als Erster einen Prototyp einer digitalen Kamera entwickelt. Dieses Projekt wurde damals von der Geschäftsführung mit strikter Geheimhaltung belegt, wodurch Kodak sich selbst abgeschafft hat, statt zum Innovationsführer der digitalen Fotographie zu werden.
Welche Hürden sind zu überwinden?

Generell haben die Abteilungen eines Unternehmens, die mit der Kommunikation des Produktes oder Services beauftragt sind, nur wenig Ahnung von Technologie, während die technologischen Teile wie die IT nur sehr rudimentäre Vorstellungen von der kommunikativen Ausrichtung ihres Unternehmens und deren Notwendigkeiten haben. Gerade bei Digitalisierungsprojekten kann dieser Graben auch sehr großen Konzernen das Rückgrat brechen. Mittlerweile sind sich die maßgeblichen Analysten zum Fall Nokia einig, dass die Silobildung innerhalb des Unternehmens der entscheidende Faktor beim Niedergang des Unternehmens war. Als jemand, der aus der Kommunikationsbranche kommt, aber einen technologischen Hintergrund hat durch Programmierkenntnisse in Javascript und php, kann ich eine Brückenfunktion bilden, um einen gemeinsamen Fortschritt im Unternehmen zu erreichen. "Welche Rolle spielt dabei ein Konzepter? Was sind seine Aufgaben?
Als Externer hat der Konzepter die Möglichkeit, auch disruptive Ideen zu entwickeln und zu präsentieren, ohne dass deswegen irgendjemand den Kopf verliert. Es gibt gute Beispiele, wo es den Unternehmen gelungen ist, die Digitalisierung zu umarmen und sogar ihr gesamtes Geschäftsmodell dahingehend zu transformieren.

Viele Ansätze können auch ruhig im Land der Ideen bleiben, bei manchen setzt man vielleicht zu einem Proof of Concept an. Es bestehen bereits erprobte Methoden wie Agile oder Scrum, wo man mit genau ausgearbeiteten Sprints die Entwicklung auch von Projekten mit nicht vollständig definierten Endzielen effizient gestalten kann. Grundsätzlich treibt der Konzepter so auf verschiedene Weise die Auseinandersetzung des Unternehmens mit der digitalen Transformation weiter.
Welche Fragen sollte man zu Beginn an den Konzepter stellen?

Interessanterweise sehe ich mich als Konzepter in der Situation des Fragestellers. Je mehr ich über meinen Kunden, dessen Geschäftsmodell, die visible und vor allem hidden Deliverables erfahre, desto fokussierter kann ich vorgehen. Es gibt Fälle, wo sich dieses Frage-Antwort Spiel über Monate entwickelt hat, weil in den aufeinanderfolgenden Gesprächen klar wurde, dass viele Antworten auf unbegründeten Annahmen basierten, und diese Annahmen erst Schritt für Schritt als richtig oder falsch verifiziert werden mussten.
Es ist ein gemeinsamer, kreativer Prozess, der durchaus auch fordernd sein kann. Man benötigt schon eine gewisse Leidenschaft dafür, gangbare Wege in komplexen Systemen zu entwickeln.

Wie sieht die Zusammenarbeit bei konkreten Projekten aus?

Die Modalitäten sind sehr individuell, da es kaum ein Digitalisierungsprojekt im Kontext eines bestimmten Unternehmens und dessen Kultur gibt, das dem anderen gleicht. Da muss man von Beginn an flexibel sein und Wege der Zusammenarbeit finden, die funktionieren.
Grundsätzlich ist der erste entscheidende Punkt, den es zu erreichen gilt, das Problem an und für sich konkret zu fassen und zu definieren. Aus der Kommunikationsbranche kommend ist mir sehr bewusst, dass wir Menschen gern Probleme als Lösungen kommunizieren, und in solchen Fällen ist dann eine Art reverse Engineering erforderlich. Da geht man dann Schritt für Schritt die Argumentationskette rückwärts ab, um auf die Frage zu kommen, die zu vorderst beantwortet werden muss.

Hat man diese Basis erreicht, ist schon viel gewonnen. In der Zusammenarbeit spürt man dann oft eine gewisse Erleichterung, dass man jetzt zumindest klar am Tisch hat, was wirklich Sache ist. Dann geht’s ans Recherchieren und kreative Entwickeln von Lösungsansätzen. In welchem Rahmen das passiert, ob allein oder im Team, mit welchem Zeithorizont, ob eventuell Evaluationsmaßnahmen erforderlich sind, bleibt der konkreten Dynamik überlassen.
Mein Bestreben in dieser Phase liegt darin, skalierbare Lösungsansätze zu entwickeln. Meistens gibt es verschiedene Optionen, die man beschreiten kann. Gemeinsam wird dann beraten, welche Option für das Unternehmen am sinnvollsten ist, und es werden weitere Schritte in Richtung Umsetzung festgelegt.

Bei der Confare Konferenz #Digitalize 2015 am 14. Oktober treffen sich mehr als 100 Top-Manager aus unterschiedlichen Branchen zum Erfahrungsaustausch und Networking. Details und Anmeldung zum umfangreichen Programm finden Sie hier. http://www.confare.at/11550_DE-7304_%23Digitalize_2015-Einfuehrung.htm

Mittwoch, 18. Februar 2015

"Never Change A Running System" war gestern! 5 Gründe, warum Innovationsmanagement ein Schlüsselthema für den CIO ist



Die Tätigkeit des IT-Entscheiders ist voll von Notwendigkeiten. Hochverfügbarkeit, IT-Sicherheit, Compliance, Connectivity, Kostenmanagement ….

Auf Innovation kann man leicht verzichten. Man erspart sich das Risiko eines Fehlschlages, muss nicht mit unvorhergesehenen Kosten zurechtkommen und muss niemanden erklären, warum man sich mit Veränderungen befasst, die vielleicht sogar andere Abteilungen betreffen. Im Vorfeld des IMP Workshops beim 8. Confare CIO SUMMIT haben wir den Innovations-Experten  Prof. Dr. Stephan Friedrich von den Eichen, Geschäftsführer Innovative Management Partner (IMP) Unternehmensberatung nach den Gründen gefragt, warum der Grundsatz „Never change a running system“ nicht mehr gilt. Hier 5 Gründe, warum Innovationsmanagement auch für den CIO ein Thema ist:
1.       Vernetzte Zukunftsarbeit – auch, aber eben nicht nur in „eigener Sache“ …

Die IT-Welt war, ist und wird künftig noch mehr in Bewegung sein (Stichwort: Digitalisierung; Big Data). Da tut Zukunftsarbeit Not: (a) strukturiert sollte sie sein, (b) längst nicht nur auf technologische Trends beschränkt und (c) sollte man diese Übung nicht alleine tun. Bei Zukunftsarbeit kann man nämlich nicht genug irritiert werden. Die Qualität resultiert aus Widersprüchen, die zum Denken anregen. In dem Maße, in dem es gelingt, die unterschiedlichen Impulse zu einem Bild zu verarbeiten, bekommt die Zukunft wirkliche Konturen. Inhaltlich geht es nicht nur um Trends in der IT und deren Implikationen auf die IT, sondern auch darum, die Einflüsse aus anderen Bereichen auf die IT zu deuten. Zukunftsarbeit hat viel mit Öffnung& Vernetzung zu tun – und dafür braucht es entsprechende Plattformen. Spätestens hier wird der Bezug zur IT evident. Hier kann die IT, hier kann der CIO Maßgebliches zur Zukunftsarbeit beitragen. Im Grunde scheinen CIOs dafür prädestiniert, für Zukunftsbilder Sorge zu tragen, die in der Folge die richtigen Stoßrichtungen für Innovationen überhaupt erst ermöglichen.
2.       Innovation braucht IT – vor allem Geschäftsmodellinnovationen

Wo der rein technologische Quantensprung für neue Produkte fehlt, helfen innovative Geschäftsmodelle weiter. Amazon, Nespresso oder Vapiano lassen grüßen. Hintergrund ist ein komplexes, aber stimmiges Geflecht aus Kundennutzen, Marktangang, Wertschöpfungs- und Erlöslogik – nicht selten unter aktiver Einbindung des Kunden, der selbst Prozesse ausführt. IKEA hat es vor vielen Jahren vorgemacht. Dabei gilt in den meisten Fällen: Ohne IT kein tragfähiges Geschäftsmodell! Erst sie hilft, das komplexe Wertschöpfungsgeflecht abzubilden und zum Funktionieren zu bringen. Der Bezug zwischen IT und Innovation geht über das reine „Business Enabling“ vorgedachter Geschäftsmodellinnovationen hinaus. Mehr und mehr gehen die kreativen Impulse für neue Geschäfte von der IT aus – und der CIO wird von Business Enabler zum Business Architect.
3.       Den Überblick wahren …

Je dezentraler Innovation und je mehr Innovationen als U-Boote in Unternehmen unterwegs sind, desto mehr braucht es jemanden, der den Überblick behält – und ggfs. auch Dinge bündelt. Jeder Innovator braucht irgendwann IT-Support, auch wenn er in noch so geheimer Mission unterwegs ist. Und daraus ergibt sich einen weitere nützliche Rolle der IT in der Innovationslandschaft des Unternehmens: namentlich die einer Evidenzzentrale, die lose Enden wieder zusammenführt, und wo das nicht gelingt, zumindest den Überblick wahrt, welche lose Enden es überhaupt gibt und wo sich die vielen gestarteten Innovations-Initiativen gerade im Durchlauf wirklich befinden.

4.       Die Komplexität im Innovationsprozess abbilden & meistern

Ein Innovationsprozess macht alleine nicht innovativer, aber „ganz ohne Prozess“, das ist auch keine Lösung! Kaum ein Unternehmen, das nicht über einen Innovationsprozess verfügt. Zumindest auf dem Papier. Nicht selten läuft das Wesentliche außerhalb des Prozesses; vor allem dann, wenn es sich um radikal Neues handelt. Und in großen Unternehmen gefällt sich jede Business Unit mit ihrem eigenen Prozessdesign. Auch hier treffen wir auf ein Feld, in dem die IT Maßgebliches für den Innovationserfolg eines Unternehmens leisten kann. Nein, es geht nicht darum, den Prozess zu vereinfachen und im Unternehmen zu zementieren – ganz im Gegenteil: Innovation braucht Öffnung, braucht Vernetzung, braucht die Einbindung Vieler und braucht Raum. Damit sind die meisten der heutigen Prozesse überfordert. Die Herausforderung liegt darin, jene Komplexität im Prozess abzubilden und zu beherrschen, die es ausgehend von der spezifischen Positionierung des Unternehmens für die Innovation braucht. Und daran kann sich ein zeitgemäßer CIO messen lassen.
5.       Innovation als „Brücke ins Geschäft“ nutzen …

Hand aufs Herz: Welche Stellung hat der CIO tatsächlich im Kreis seiner C-Kollegen? Wenn er seinen Laden nicht im Griff hat, dann tut es dem Unternehmen an vielen Stellen weh und ein Schuldiger ist schnell gefunden. Umgekehrt – also wenn er seinen Laden im Griff hat – dann wird kaum jemand Unternehmenserfolge einer funktionierenden IT und dem CIO zuschreiben. Die aufgezeigten Verbindungen zwischen IT und Innovation stellen für den CIO eine greifbare Chance dar, „näher ans Geschäft“ zu kommen und sich damit selbst besser ins Spiel zu bringen.
Am 24. März bietet Confare gemeinsam mit IMP im Vorfeld des CIO SUMMIT (www.ciosummit.at)einen Workshop zum Thema Innovationsmanagement für CIOs an. Anmeldung und Details finden Sie hier:  http://www.confare.at/11615_DE-7301_C_Workshop%3a_Innovationen_Gestaltungsimpulse_im_Einflussbereich_der_CIO_IT-Manager-Einfuehrung.htm

Dienstag, 12. August 2014

Mangelt es an ERP-Spezialisten? Personalberater Alexander Wozak über unrealistische Erwartungen an Bewerber und Erfolgsfaktoren für ERP Projekte

Alexander Wozak ist ein alter Hase der österreichischen Personalberater Szene und unterstützt als Gründer der HR Consulting Alexander Wozak GmbH seine Kunden bei der Suche nach IT-Profis und ERP-Spezialisten. Anlässlich des ERP Infotages haben wir ihn gefragt, was am gefürchteten Fachkräftemangel dran ist. Anmeldung und Details zur Veranstaltung auf www.erp-infotag.at

Was sind Ihrer Meinung nach die Erfolgsfaktoren für eine ERP Umsetzung?

AW: Entscheidender Erfolgsfaktor für eine ERP Umsetzung ist wie bei jedem großen IT-Projekt natürlich der Mensch – sei es der passende Berater, wie auch die richtigen Entwickler. Darüber hinaus ist eine umfassende Analyse der Unternehmensinfrastruktur und Systemlandschaft erforderlich. Man braucht einen Überblick darüber, welche Informationen und Datenformate zwischen den Systemen über Schnittstellen ausgetauscht werden.

Vor der Entscheidung ob eine Standardsoftware oder Individualsoftware zum Einsatz kommt, müssen in einer Vorstudie die Anforderungen definiert, der Business Case gerechnet und die Machbarkeit geprüft werden. Wenn Sie die falschen Leute damit beschäftigen, dann wird an dieser Phase gespart, und die Aufwände während der konkreten Implementierung steigen. Profis wissen, dass die Vorbereitung entscheidend ist.

Standardsoftware, in der vielfältige Funktionalitäten so zu verpacken sind, dass sie für alle Kunden bedienbar bleibt, stellt oft eine weit höhere Herausforderung bei der Einführung dar, als die Kunden annehmen. Die Anpassung wird in der Praxis meistens nicht nur durch den Hersteller selbst vorgenommen, sondern durch Systemhäuser. Der Anpassungsprozess muss deshalb genau definiert sein.

Veranstaltungen wie der ERP Infotag von Confare bieten einen Überblick über gängige Anbieter und man nimmt Praxistipps von tatsächlichen Anwendern bezüglich etwaiger Fallstricke mit.

Was ist dran, am viel gefürchteten Spezialistenmangel?

AW: Es wird tatsächlich enger! Entspannung auf dem IT-Arbeitsmarkt ist eher nicht zu erwarten, so lautet unsere Einschätzung. Wir sind als Personalberatungsunternehmen intensiv mit der der Suche nach Spezialisten beschäftigt. Aktuell haben wir zwischen 30 und 40 vakante Positionen dringend zu besetzen. IT-Fachkräfte werden weiter händeringend gesucht. Stellenmarkerhebungen, die wir für Österreich, Deutschland und die Schweiz gemacht haben, machen uns das sehr deutlich. Aber woher sollen sie auch kommen die vielen Gurus?

Der demografische Wandel wird die Schwierigkeit noch weiter erhöhen, während der Gesamtbereich IT und damit der Bedarf nach erfahrenen Spezialisten generell wachsen. Junge Absolventen haben oft schon 3-5 gute Job Angebote.

Aber nicht für jeden Absolventen und Experten bedeutet das paradoxerweise optimale Chancen am Arbeitsmarkt. Denn viele IT-Unternehmen haben ihre Anforderungen auf ein unrealistisches Maß hochgeschraubt, das nur auserlesene Wunschkandidaten erfüllen können. Die Bereitschaft der Arbeitgeber für Spezialisten enorme Gehälter zu zahlen und soziale Verpflichtungen einzugehen hat sich verringert, während gleichzeitig von den IT-Experten exzellente Kenntnisse in C#, C++, Java, HTML5, SQL etc. erwartet, hervorragende „Social Skills“ und „verhandlungsfähiges Englisch“ vorausgesetzt werden, sowie viele Jahre Erfahrung.

Nach welchen Qualifikationen suchen Sie im Zusammenhang mit ERP am meisten?

Wichtig ist der sichere Umgang mit aktuell benötigten Webtechnologien wie zB. PostgreSQL, MySQL, MongoDB, PHP, Python, MVC, JS, CSS, HTML) sowie Erfahrung in der App Entwicklung. In den Programmiersprachen sind Kenntnisse in .Net / C#, C++, C essenziell Wichtig. Mehrjährige Projekterfahrung im Aufbau von ERP Systemen (Microsoft Dynamics AX bzw. SAP, Oracle, Infor, Baan usw..).

Eine abgeschlossene IT-Ausbildung (HTL, FH, Studium Informatik, Wirtschaftsinformatik) sowie sehr gute Englischkenntnisse runden die Qualifikation der Kandidaten ab.

Was ist bei der Suche nach ERP Entwicklern am Schwierigsten, welche Fehler sollte man vermeiden?

Die richtigen Personen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben ist die größte Herausforderung. Denn sehr gute Kandidaten haben bereits mehrere Angebote. Gute ERP Entwickler wollen gefunden und gehalten werden. Hat man sie einmal gefunden liegt es in der Natur der Sache entsprechend der Qualifikation zu bezahlen. Eine Werksküche, gratis Mineralwasser und Kaffee reichen nicht mehr aus, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu binden. Die 3 wichtigsten Faktoren, um die richtigen Mitarbeiter für ein ERP Projekt zu finden und zu halten sind also aus meiner Sicht:

1.      Realistische Anforderungen an die Kandidaten – nicht junge Absolventen suchen, die modernste Technologien beherrschen, nicht viel Geld verlangen, exzellentes Englisch sprechen und dabei aber viele Jahre Branchenerfahrung mitbringen.

2.      Faire und marktkonforme Entlohnung.

3.      Auf das soziale Gefüge im Unternehmen und auf positive Mundpropaganda achten.

www.erp-infotag.at

Montag, 30. Juni 2014

„Die Wirtschaft braucht Absolventinnen an der Schnittstelle zwischen Business und IT“ – Prof. Reinhard Jung von der Universität St. Gallen über moderne Ausbildungsbedürfnisse von IT-Managern


Prof. Reinhard Jung von der Universität St. Gallen Die Universität St. Gallen unterstützt als academic partner den Confare CIO AWARD und Prof. Dr. Reinhard Jung, Akademischer Direktor, wird als Sprecher auf dem 3. Swiss CIO SUMMIT am 25. September in Zürich dabei sein. „Die IT wird nur wahrgenommen, wenn etwas nicht funktioniert!“ Im Gespräch  über Weiterbildung und Auszeichnungen für IT-Manager
Wir leben in Zeiten starker Transformations-Prozesse, die sowohl Wirtschaft wie Gesellschaft betreffen – wie reagiert die Universität auf diese Veränderungen?

RJ: Die Universität St. Gallen passt ihre Ausbildungsangebote auf allen Stufen regelmässig an aktuelle Entwicklungen an. Beispielsweise gibt es das Masterprogramm in Business Innovation, das wir derzeit mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalen Transformation weiterentwickeln. Zudem bieten wir - übrigens bereits seit 17 Jahren - mit dem Executive MBA in Business Engineering eine Führungskräfteweiterbildung an, die sich explizit dem Management der Veränderung widmet. Auch dieses Programm wird natürlich ständig weiterentwickelt.

Welche Rolle spielt die persönliche Weiterbildung um die aktuellen Anforderungen an Führungskräfte zu bewältigen?

RJ: Führungskräfte sind gefordert, die sich ändernden Umgebungsbedingungen wahrzunehmen sowie die richtigen Transformationsvorhaben zu planen und zu führen. Genau deshalb ist dieser Personenkreis gefordert, sich immer wieder auf den neusten Stand zu bringen. Darin liegt auch eine Verantwortung gegenüber den weiteren Mitarbeitenden einer Organisation, denn die Transformation zu "verpassen", kann bekanntlich fatale Folgen haben.
 

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für IT-Manager?

RJ: Die IT ist inzwischen eine reife Branche, die sich zunehmend industrialisiert. Viele Lösungen und Services sind heute in hoher Qualität am Markt zu beziehen, sodass eine Organisation permanent überprüfen muss, welche bisher selbst erbrachten IT-Leistungen von aussen bezogen werden sollten. Es fallen aber nicht nur interne Aufgaben weg, es kommen auch neue hinzu. Denken wir beispielsweise an die Digitalisierung, die mitunter wettbewerbsrelevant ist und daher intern vorangetrieben werden muss. Dafür werden ganz neue Qualifikationsprofile benötigt. Wir werden also auf absehbare Zeit massive Veränderungen in den IT-Organisationen erleben, die es zu planen und zu steuern gilt.
 

Wie unterstützt die Universität St. Gallen dabei?

RJ: Nach unserer Überzeugung sind Ausbildungen gefragt, deren Absolventinnen und Absolventen an der Schnittstelle zwischen Business und IT die aktuellen Herausforderungen meistern können. Zum einen sind das die Absolventinnen und Absolventen unseres Masterprogramms Business Innovation, zum anderen aber auch die Absolventinnen und Absolventen unseres Weiterbildungsdiploms IT Business Management.
 

Die Universität St. Gallen unterstützt als academic partner den CIO AWARD – Worin liegt Ihrer Einschätzung nach die Bedeutung einer solchen Auszeichnung?

RJ: Jeder, der sich länger mit diesem Thema beschäftigt, weiss, dass die IT normalerweise immer dann wahrgenommen wird, wenn etwas nicht funktioniert. Aus diesem Grund ist es im Sinne eines Gegengewichts bedeutsam, den vielen ausgezeichneten Leistungen in den IT-Organisationen eine Bühne zu geben und besonders gute Leistungen durch den CIO AWARD auszuzeichnen.


Mehr zum Vortrag von Prof. Reinhard Jung auf dem 3. Confare CIO & IT-Manager Summit auf www.ciosummit.ch