Posts mit dem Label Top CIO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Top CIO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. Juli 2016

Be CIO – Das Motto des 10. Confare CIO SUMMIT und was es bedeutet

2017 ist das zehnte Jahr, in dem Confare in Zusammenarbeit mit EY die besten IT-Manager des Jahres mit dem #CIOAWARD auszeichnet. 10 Jahre in denen sich das Rollenbild des IT-Managers drastisch verändert hat.

Als Brückenbauer zwischen dem Machbaren und dem Möglichen ist der CIO gefragt Innovationen zu initiieren, möglich zu machen und umzusetzen. Die IT ist nämlich längst nicht mehr nur Business Enabler sondern für die meisten Unternehmen ein entscheidender Existenzfaktor.

Die hohe Bedeutung, die der IT zukommt, bringt viel Verantwortung mit sich. Die CIO Rolle muss aktiv wahrgenommen werden, denn die Fachabteilungen sind im intensiven Wettbewerb darauf angewiesen Technologie innovativ einzusetzen. Wenn die notwendige Unterstützung nicht von der internen IT kommt, dann wird der Bedarf über externe Dienstleister und Anbieter gestillt. IT-Budgets verlagern sich dann in die Fachabteilungen und der CIO bleibt bei strategischen Überlegungen außen vor.
CIO sein bedeutet den Erfolg des Unternehmens aktiv mitzutragen, strategische Entscheidungen und Veränderungen zu initiieren und umzusetzen.

Be CIO ist das Motto des 10. Confare CIO SUMMIT. Be CIO bedeutet, diese strategische Rolle engagiert, visionär und aktiv wahrzunehmen. Be CIO ist eine Aufforderung zu gestalten, zu verändern, nach Innen und Außen zu kommunizieren.

Der CIO darf nicht Verhinderer sein. Veränderung ist sein Tagesgeschäft. Ein Schlüsselwort ist dabei Authentizität. Be CIO heißt die Führungskultur im Unternehmen mitzuprägen und zu einem offenen und innovationsfreundlichen Klima beizutragen. Wer sich selbst beim Erfüllen seiner Aufgabe verleugnen muss, kann Mitarbeiter, Management und Anwender nicht bewegen.

Während Eigentümer, Geschäftsführer und Manager den Digitalen Wandel oft als Bedrohung sehen und groben Veränderungen skeptisch gegenüberstehen, kann der CIO Chancen und Potenziale aufzeigen und dabei die Risiken realistisch erfassen. Durch die Erfahrung beim Automatisieren der Geschäftsprozesse hat die IT in vielen Unternehmen ein umfassendes Verständnis der Abläufe und kann dann dort einhaken, wo die größten Möglichkeiten zu erwarten sind.
Es geht darum Interessen und Bedürfnisse im Unternehmen abzustimmen und Allianzen und Partnerschaften zu schmieden um gemeinsam erfolgreich zu sein. Be CIO bedeutet daher auch Kommunikator zu sein, Motivator und letztendlich auch überzeugender Verkäufer. Dabei sind IT-Anbieter Partner und Konkurrenz zu gleich. Da auch sie vom rasenden Veränderungsdruck betroffen sind, kann man von ihnen lernen und es bieten sich Chancen für neue Modelle der Zusammenarbeit.
Be CIO bedeutet Mut und Entschlossenheit, Lernwille und Fähigkeit zur ständigen Veränderung.

Die CIO AWARD Preisträger liefern dazu ein Beispiel. Sie zeigen, was es heißt die CIO Rolle zu gestalten, Themen im Unternehmen zu positionieren und zu treiben und zukunftsorientiert zu handeln. Wir bedanken uns bei ihnen und all jenen IT-Managern, die in Österreichs Unternehmen zum Erfolg beitragen, uns in den letzten 10 Jahren aktiv unterstützen und damit das Confare CIO SUMMIT zu Österreichs größtem IT-Treffpunkt machen.

Seien Sie dabei, wenn wir unser 10 Jahres Jubiläum feiern und lassen Sie sich von internationalen Erfolgsbeispielen und Netzwerk inspirieren. Auf www.ciosummit.at finden Sie Gelegenheit zur Anmeldung und mehr Details.
 __________________

Be CIO - 10 Jahre Confare CIO SUMMIT bedeutet 10 Jahre Erfahrungsaustausch auf internationalem Niveau, Wertschätzung für die IT und inspirierende Themen für das IT-Management.
Zum 10 Jahres Jubiläum stellen wir den CIO in den Mittelpunkt. Wir zeichnen auch 2017 wieder die besten IT-Manager mit dem CIO AWARD aus. Seit 2008 haben wir diese Auszeichnung elf Mal an die IT-Manager des Jahres überreicht (seit 2015 gibt es den CIO AWARD in den Kategorien Enterprise und Mittelstand) sowie fünfundvierzig Mal die Auszeichnung als #TopCIO vergeben, seit 5 Jahren tun wir dies auch in der Schweiz.
Der CIO AWARD 2017 wird am 29. März beim 10. Confare CIO SUMMIT in Wien verliehen. Einreichungen sind bis zum 30. Januar möglich. Die Einreichungsunterlagen finden Sie auf www.cioaward.at

Donnerstag, 23. Juni 2016

Schwereloses Denken - Nur ausserhalb der Komfortzone kann der CIO den Digitalen Wandel mitgestalten

Zero-G bedeutet in der Physik, dass keine Schwerkraft wirkt. Zero-G Thinking fordert Peter Michael Bickel, FindYourPosition.com, von den IT-Managern, die aktiv zum Erfolg des Unternehmens im Digitalen Wandel beitragen wollen. Anlässlich seiner Keynote auf dem 5. Confare Swiss CIO SUMMIT haben wir ihn zum Wordrap gebeten.

Was sind die 5 wichtigsten Handlungsfelder für ein Unternehmen um im Digitalen Wettlauf erfolgreich zu sein?
  • Die besondere Mechanik Digitaler Ökosysteme verstehen
  • IT und Effizienzsteigerung nicht mit Digitaler Transformation verwechseln
  • Softwareorientierung - Das Unternehmen rund um Software und Digitale Plattformen denken, damit digitale Fließbänder entstehen
  • Geschützte Räume für die neuen Geschäftsmodelle schaffen und Kannibalisierung bestehender zulassen
  • Kundenzentrierung durch Plattformen und Services statt Produkte
Wie können CIOs zum Erfolg im Digitalen Wandel beitragen?
CIO müssen sich zum Experten für digitale Fließbänder und Geschäftsmodelle wandeln. Das bisherige Kernfeld des CIO, nämlich die Unvollkommenheit von Software, Plattformen und klassischen IT-Services durch eigene Orchestrierung zu kompensieren, fällt durch die Perfektionierung der Cloud-Plattformen und automatisierter Softwareentwicklung weg.

Damit gehen aber ganz neue Felder auf. Ich habe bereits vor einigen Jahren angemahnt, dass CIO sehr häufig eine reine Fachfunktion ausüben und General-Management-Fähigkeiten entweder nicht genug ausprägen oder nicht besitzen. Damit können CIO Kraft eigenen Wirkens nur in den wenigsten Fällen eine echte C-Level Funktionen erfüllen.
Durch die Digitalisierung geht aber nun erneut eine Tür auf – Unternehmen stehen vor der Herausforderung neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die entweder digital sind oder durch Digitalisierung getrieben werden.

Ist der CIO dafür der richtige?
Wer sonst als der CIO hat ein so exzellentes Rüstzeug um Business Development und Digital zu verbinden? Dennoch betrachten viel zu viele CIO Digitalisierung nur als einen Teil von IT und bedienen damit lediglich den Aspekt der Effizienzsteigerung. Damit lässt sich aber kaum das neue Terrain markieren – Effizienzsteigerung ist ein alter Hut und keine Neuerfindung der Welt. Erst kam die Lochkarte und dann irgendwann Transaktionssysteme wie SAP -  also nichts Neues.
In der Digitalisierung steckt aber die Neuerfindung. Ganze Wertschöpfungsketten werden neu erfunden oder zumindest neu orchestriert. Das Wissen um digitale Funktionen, Plattformen und deren Möglichkeiten muss mit Business Development verbunden werden.

Interessanterweise sieht man aber vielerorts bereits andere Gruppen, die diese Domäne erfolgreich für sich reklamieren. Ob nun CDO (Chief-Digital-Officer) oder Digital-Business-Developer. Es sind meist Menschen mit großer Erfahrung im Kerngeschäft, in der Geschäftsmodellentwicklung und anderen C-Level Funktionen. Warum? Weil man Ihnen zutraut sich die notwendigen Fähigkeiten zur Navigation durch die digitale Umsetzung anzueignen – anscheinend eher als man dem CIO zutraut sich Business anzueignen. CIO können also nur dann ernsthaft beim digitalen Wandel unterstützen, wenn sie die Komfortzone der supportenden und internen IT verlassen.
Die Musik spielt bei der Digitalisierung also an ganz anderer Stelle. Die neuen Geschäftsmodelle werden erst gar nicht mehr in den verstaubten Infrastrukturen der Vergangenheit abgebildet sondern direkt auf modernsten Plattformen, Cloud-Lösungen, und agilen Umgebungen aufgesetzt. Die Limitationen, die der CIO mit seinen Rechenzentren und den komplexen und übrigens oft selbst verantworteten Strukturen hat, interessieren gar nicht mehr. In der Folge wird seine Meinung auch nicht mehr oder nur noch bedingt in der Zulieferrolle interessieren.

Ein CIO kann also nur einen echten Beitrag in der Digitalisierung leisten, wenn er sich neu erfindet. Einerseits muss er die Brille der internen Effizienzsteigerung tragen und seine Plattformen zu echten agilen Services transformieren, um kompatibel zur neuen Digitalwelt zu werden. Andererseits muss er das neue Feld der schnellen digitalen Geschäftsentwicklung aufgreifen, bei der sich immer ein kluger Plattformanbieter oder Serviceentwickler findet, der das neue Modell realisiert, auch wenn der CIO gerade intern beschäftigt ist und seine Plattformen gerade mal nicht passend sind.
Was verbirgt sich hinter Zero-G Thinking?
  • Die Fähigkeit nach der einen richtigen Frage zu suchen um Lösungen zu finden, die niemand vorher auf dem Radar hatte.
  • Regeln nicht zur Grenze im Denken machen, denn oft sind die Regeln nur willkommene Ausreden, die niemand in Frage gestellt hat
  • Denken in scheinbar unmöglichen Szenarien und Aufgaben, für die eine Lösung zunächst nicht vorstellbar ist.
Wie kann man sich persönlich fit für die Digitale Transformation machen?
  • Neue Denkmodelle lernen
  • Digitale Transformationsmechanik verstehen und in das klassische Business-Development integrieren
Der Confare Swiss CIO AWARD wird am 22. September in Zürich im Rahmen des SWISS CIO SUMMIT verliehen. Anmeldung und Details auf www.ciosummit.ch

Einreichungen zum SWISS CIO AWARD sind bis zum 31. Juli möglich auf www.cioaward.ch

Mittwoch, 1. Juni 2016

Die Zukunft der Finanzbranche – Warum Banken und Versicherungen jetzt endlich den Kunden in den Mittelpunkt stellen müssen

Andreas Toggwyler von EY unterstützt seit 5 Jahren den Confare Swiss CIO AWARD tatkräftig. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt beim Thema Advisory Services für die Finanzbranche. Er begleitet grosse Banken und Versicherungen bei der Digitalen Transformation ihrer Organisationen. Im Blog-Interview spricht er über die Veränderungen der Branche und welche Rolle die IT dabei spielt.
Als Spezialist was die Finanzbranche betrifft – wo sind Finanzdienstleister heute gefordert? Welche Veränderungen stehen der Branche bevor?
Die Finanzbranche steht vor mehreren Herausforderungen, die es vernetzt aus einer Gesamtsicht zu betrachten gilt. Der Margen- und Kostendruck ist seit der Finanzkrise ungebrochen. Die Kunden der Finanzbranche sind verunsichert und suchen nach alternativen Anbietern, die durchaus auch außerhalb der üblichen Marktteilnehmer zu finden sind. Auch hat nach der Finanzkrise der regulatorische Druck zugenommen und einen Großteil des IT-Budgets der Firmen absorbiert; als Konsequenz haben sich Banken und Versicherungen vermehrt nach innen fokussiert, um Kosten zu reduzieren und Compliance sicherzustellen. Ich bin überzeugt, dass ein Finanzdienstleister, der die nächsten Jahre erfolgreich bestreiten möchte, wieder vermehrt die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt stellen muss. Dies erfordert für viele Banken und Versicherungen signifikante Investitionen in die Informationstechnologie – unabhängig davon, ob diese intern oder zusammen mit Drittanbietern betrieben wird.
Wie verändert sich die Rolle des CIO in Zeiten von Cloud und Digitalem Wandel?
Der digitale Wandel bringt neue Technologien und neue Geschäftsmodelle mit sich. Die traditionellen Wertschöpfungsketten werden aufgebrochen, die Kunden werden agiler und beziehen Dienstleistungen aus verschiedensten Quellen. Der digitale Wandel reduziert auch die Eintrittsbarrieren für neue Marktteilnehmer und eröffnet Fintech-Unternehmen die Chance, in einen bisher durch sehr hohe Erstinvestitionen und Regulation geschützten Markt einzutreten. Die Rolle des CIO wird es sein die Kundenerwartungen in einfach zu bedienende, kundenfreundliche Systeme (und Prozesse) zu übersetzen, Datenschutz jederzeit sicherzustellen sowie smarte Datenanalyse und letztendlich die Datensicherheit jederzeit zu gewährleisten.
Wo sind dabei die Haupthandlungsfelder des CIO?
Der CIO – Chief Information Officer muss sich zum CIO – Chief Innovation Officer wandeln.  Es gilt nicht mehr nur IT Infrastrukturen zu betreiben, IT Applikationen zu entwickeln und zu implementieren, sondern vielmehr Services zu erbringen. Diese Services werden oftmals nicht mehr durch die Bank selbst erbracht, sondern im Zusammenspiel mit anderen Drittanbietern und Partnern. Dem CIO kommt im Zeitalter des digitalen Wandels vermehrt auch die Rolle des „Business-Enablers“ zu, der Transformationen ermöglicht. Dabei agiert der CIO in der Schnittstelle zwischen dem Business, seiner IT Teams und den Drittanbietern, mit dem Ziel diese Parteien möglichst optimal zu orchestrieren.
Welche Rolle spielt IT-Security für Digitale Geschäftsmodelle?
Der digitale Wandel hat nicht nur die Geschäftswelt verändert, sondern greift auch immer mehr in unseren Alltag ein. Die wiederholten Cyberattacken auf Finanzunternehmen sowie andere namhafte Firmen bringen Unbehagen auf den Geschäftsleitungsetagen und Unsicherheit bei der Kundschaft mit sich. IT Security ist somit ein inhärenter Bestandteil eines erfolgreichen, digitalen Geschäftsmodells. Eine Bank, die auf digitale Kanäle setzt und Kunden für Mobile Banking gewinnen will, muss sichere und benutzerfreundliche Technologie einsetzen. Sämtliche Risiken müssen kontinuierlich überprüft und präventive Vorkehrungen getroffen werden. 
Welche Möglichkeit bietet der SWISS CIO AWARD für den CIO? Warum sollten IT-Entscheider diese nutzen?
Mit dem Thema „der Mensch im Mittelpunkt“ setzt der SWISS CIO AWARD wichtige Akzente. Wer die digitale Transformation erfolgreich umsetzen will, muss Technologie gezielt einsetzen, um Kundenbedürfnisse innovativ, sicher und effizient befriedigen zu können. IT-Entscheider werden am diesjährigen Anlass eine Vielzahl von interessanten Präsentationen erleben können. Zudem bietet der SWISS CIO AWARD eine einmalige Gelegenheit, sich mit IT-Entscheidern aus verschiedensten Branchen auszutauschen.
Der Confare Swiss CIO AWARD wird am 22. September in Zürich im Rahmen des SWISS CIO SUMMIT verliehen. Anmeldung und Details auf www.ciosummit.ch
Einreichungen zum SWISS CIO AWARD sind bis zum 31. Juli möglich auf www.cioaward.ch

Dienstag, 19. April 2016

Die IT als attraktiver Arbeitgeber: CIO Heinz Hodel über Innovation bei EMMI

Die IT ist mehr als ein Business Enabler, sie ist Existenzfaktor für Unternehmen. Im Gespräch mit Heinz Hodel, Group CIO der EMMI AG, über digitale Perspektiven einer Molkerei, Collaboration, Social Media und die IT als attraktiven Arbeitgeber.



Das Gespräch fand auf dem 9. Confare CIO SUMMIT in Wien statt.


Die Emmi IT gibt es auf Facebook

Donnerstag, 31. März 2016

Zwischen Anwenderinteressen und Unternehmensanforderungen – Top CIO Christian Pfundner, Schrack Technik GmbH


Christian Pfundner leitet EDV und Organisation bei der Schrack Technik GmbH. Seit er diese Aufgabe übernommen hat, hat sich die IT-Abteilung zum wichtigen Ansprechpartner für alle Fachabteilungen entwickelt und ist in alle wichtigen Business Initiativen eingebunden. Dass er dabei den Spagat zwischen Innovation und Verlässlichkeit meistert, macht ihn zu einem der Kandidaten für die Auszeichnung als Top CIO 2016 und den CIO AWARD.

Der Veränderungsdruck ist in fast allen Branchen sehr hoch – Wie weit seid Ihr ebenfalls davon betroffen? Was sind die Handlungsfelder als CIO?
Wir sehen wie viele andere auch, dass sich die (IT-)Welt um uns herum rasant verändert und wir – um nicht mittelfristig gravierende Wettbewerbsnachteile zu haben – diese Veränderung aktiv annehmen und an ihr wachsen müssen. In unserem Fall bedeutet das auf der einen (IT-internen) Seite, dass wir unsere Infrastruktur aber auch Teile des Applikationsbetriebs in Richtung Cloud-Services öffnen um von den damit verbundenen Vorteilen profitieren zu können. Businessseitig sehen wir die „neuen Möglichkeiten“ als großen Bauchladen voller Puzzleteile, die intelligent zu mehrwertschaffenden Lösungen zusammengesetzt werden wollen. Für den CIO heißt das, dass wir das was wir seit jeher gut können – Veränderungen managen – nun auf einer neuen Ebene spielen, da die Anforderung dazukommt, die potentiellen Mehrwerte aus den „neuen Möglichkeiten“ an das Senior Management zu „verkaufen“ und damit Projektfreigaben für innovative Projekte zu erreichen.

Welche Auswirkungen hat das auf die IT-Strategie?
Wie bereits angeführt öffnen wir uns strategisch für Cloud Services „aller Art“ und sind gerade dabei, unsere bislang selbst betriebenen Services zu klassifizieren und mögliche zukünftige Betriebsmodelle zu sondieren. Hinsichtlich der damit verbundenen technologischen Änderungen ist es essentiell, den „Culture Change“ gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeitern zu planen, zu evaluieren und schließlich durchzuführen – denn diese Mitarbeiter müssen schließlich später den Betrieb unter geänderten Voraussetzungen sicherstellen und daraus auch Mehrwerte für die Organisation schaffen. Für unsere Roadmap der Businessprojekte bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass wir uns noch stärker als bisher auf die Optimierung des Arbeitsalltags unserer (Vertriebs-)Mitarbeiter fokussieren und dieser Strategie folgend immer neue diesbezügliche Tools und Lösungen produzieren – von der aktiven Vertriebsunterstützung durch automatisierte Angebotsprozesse bis hin zur kompletten Überarbeitung des Pricing-Systems.

Ein wesentlicher Faktor bei Deiner Einreichung zum CIO AWARD ist die Integration der IT in alle wichtigen Geschäftsinitiativen. Welchen Beitrag leistet die IT hier? Wie wird das organisatorisch bewerkstelligt?
Das Unternehmen hat bereits vor längerer Zeit erkannt, dass wir nur mit einer starken und zentralisierten IT langfristig erfolgreich sein können. IT ist allgegenwärtig, es gibt (fast) keinen Prozess, der nicht IT-gestützt abläuft. Wir leben von der hohen Effizienz unserer Prozesse, die wir ständig weiterentwickeln. Die IT ist dabei im Unternehmen klar positioniert und fungiert unter anderem als Prozessschmiede und Innovationsmotor des Konzerns. In dieser Rolle haben wir die Aufgabe, mit einer holistischen Brille ausgestattet und der Konzernstrategie folgend, laufend neue Innovationsfelder aufzuzeigen und diese im Rahmen der Strategie- und Führungsgremien zu präsentieren und zu „verkaufen“.  Organisatorisch heißt das, dass die IT in allen wesentlichen Gremien vertreten und damit in der Lage ist, strategische Richtungsänderungen mit zu gestalten und damit auch frühzeitig zu kennen – was essentiell für schnelle und zielgenaue Umsetzungsprojekte ist.

Wie wichtig ist der menschliche Faktor in der Arbeit als CIO?
Kurz gesagt sehr wichtig. Auf der einen Seite stehen die User, die immer technikaffiner werden und „verlangen“, die privat lieb gewonnenen Tools auch im betrieblichen Umfeld einsetzen zu können. Auf der anderen Seite steht vielfach das Management, das neuen Technologien gegenüber oft sehr vorsichtig, wenn nicht zurückhaltend gegenübersteht. Eine Kernaufgabe ist es daher, die vielen menschlichen Bedürfnisse zu bewerten und wo aus unternehmerischer Sicht sinnvoll auch zu befriedigen. Eine andere Facette dieser Aufgabe ist es, noch nicht verspürte aber „sinnvolle“ Bedürfnisse in den Köpfen des Senior Managements zu wecken. Eines darf man dabei allerdings niemals aus den Augen verlieren: Die Technologie hilft uns bei unserer Arbeit – aber nur der Mensch kann daraus Lösungen entwickeln.

Der CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Dienstag, 29. März 2016

Der Digitale Wandel macht auch vor Anwaltskanzleien nicht halt – Wolf Theiss CIO Helmut Waitzer über die Handlungsfelder des IT-Managers


„Dank Consumerization kann der CIO neue Impulse liefern ohne den Enduser zu überfordern!“, meint Helmut Waitzer, WOLF THEISS Rechtsanwälte. Der Digitale Wandel betrifft auch das Business der Rechtsberatung. Als CIO einer der renommiertesten österreichischen Anwaltskanzleien schafft Helmut Waitzer den Spagat zwischen stabilen Betrieb und Innovation. Das macht ihn zu einem der Kandidaten um die Auszeichnung als #TopCIO und den Confare CIO AWARD 2016.
Wie sehr ist Deine Branche vom Digitalen Wandel betroffen?

Auch die Rechtsberatung ist vom Digitalen Wandel betroffen - sei es der ERV (Elektronischer Rechtsverkehr) für Schriftstücke die bei Gericht eingebracht werden, über die immer größer werdende Datenmenge die vom und zum Klienten elektronisch übermittelt und in digitalen Akten weiterverarbeitet wird, bis hin zu CRM, ERP und VoIP. Auch wird die Branche von der Consumerization voll getroffen wodurch sich aber neue Möglichkeiten des Informationsmanagements ergeben ohne den Enduser damit zu überfordern. 
Was sind die Anforderungen an eine moderne IT-Strategie?

Sicherstellung der Stabilität der vorhandenen Systeme bei gleichzeitiger Betrachtung und Einschätzung neuer Technologien um das vorhandene Informationssystem sukzessive zu verbessern und damit Mehrwert für das Unternehmen zu generieren 
Wo liegen die wichtigsten Handlungsfelder des CIO dabei?

Da mittlerweile die IT in nahezu Bereichen allgegenwärtig ist, ist eine verlässliche aber auch innovative IT ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg. Das wichtigste Handlungsfeld eines CIO ist Technologie und Fachbereich zusammenzuführen und für eine stabile und sichere Plattform im Hintergrund zu sorgen auf der ein solides aber auch flexibles Informationssystem bereitgestellt wird.
Wie wichtig ist der menschliche Faktor in Deiner Arbeit als IT-Manager?

Sehr hoch! Die Grundlage eines erfolgreichen CIO ist immer das Team im Hintergrund. Erst durch ein funktionierendes, stabiles Team und das Vertrauen der Führungsebene hat man als Manager die Chance Ideen und Strategien auch tatsächlich erfolgreich umsetzen zu können.
Was bedeutet der CIO AWARD für Dich?
Die Teilnahme am Confare CIO AWARD stellt für mich die Möglichkeit dar zu zeigen, dass auch eine Anwaltskanzlei nicht nur Anwälte beschäftigt, sondern auch eine top IT im Hintergrund hat. Der CIO AWARD bietet mir die Möglichkeit mein IT Department auch einmal außerhalb der Unternehmensgrenzen in den Vordergrund zu rücken. 

Der CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Montag, 21. März 2016

Zwischen Tradition und Innovation - IT closes the gap: #TopCIO Michael Hochhold über Veränderungen im Bauwesen und die Rolle der IT

Von 3-D Druck bis zum Smartphone, zahlreiche Technologien und Innovationen verändern gerade das traditionelle Bauwesen. Die IT bildet die Brücke zwischen Veränderung und Tradition. CIO Michael Hochhold sorgt bei Leyrer & Graf dafür, dass die unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten nicht zur Zerreißprobe werden. Damit empfiehlt er sich für die Auszeichnung als Top CIO 2016 und den Confare CIO AWARD. (www.cioaward.at)
•             Welche Veränderungen passieren gerade in Ihrer Branche? Wo ist die IT gefordert?
Aus meiner Sicht ergibt sich in der Baubranche gerade ein unglaublich interessantes Bild. Einerseits handelt es sich um eine traditionelle Branche, welche gewohnte Abläufe über lange Zeit stets verbessert hat. Andererseits ergeben sich aufgrund der momentanen IT Schwerpunkte wie Digitalisierung, BIM, 3D Druck oder Industrie 4.0 enorme Möglichkeiten. Wir haben heute die Situation, dass der Polier auf der Baustelle mit Smartphone bzw. Tablet ausgestattet wird, um auf der einen Seite aktuelle Informationen wie geänderte Planausschnitte direkt vor Ort auf der Baustelle aufrufen zu können und um auf der anderen Seite zum Beispiel Fotos zur Baudokumentation via Cloud-Service sehr rasch den Kollegen im Büro zur Verfügung stellen zu können.
Viele dieser Veränderungen schaffen neue Möglichkeiten, geschehen jedoch auch in einer herausfordernden Geschwindigkeit für alle Beteiligten und der IT kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Dies ergibt natürlich ein Spannungsfeld: Lieb gewonnen Gewohnheiten werden plötzlich hinterfragt und neue Anwendungsfelder ergeben sich.

•             Welche Rolle spielt die IT bei Innovation im Unternehmen? Wo sind dabei die Handlungsfelder des CIO?
Wie bereits durch die genannten Beispiele gezeigt, wird die Position der IT gestärkt. Eine Vielzahl der Innovationen werden durch die IT unterstützt oder durch die IT überhaupt erst ermöglicht. Wir sehen auch in der Baubranche den globalen Trend, dass manuelle Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden. So wurden in China bereits 2014 erste Häuser via 3D Druck "gebaut", oder wird im Amsterdam ca. 2017 eine Fußgängerbrücke autonom von Robotern erstellt, um nur zwei weitere Beispiele zu nennen.

Getrieben werden muss das Thema Innovation vom Gesamtunternehmen, jeder hat seine Fähigkeiten und seine inhaltlichen Schwerpunkte. So sehe ich auch den CIO in der Pflicht, Innovationen im Unternehmen auf Basis der IT zu unterstützen und die IT flexibel aufzustellen, um diese Innovation unterstützen zu können.
•             Wie wichtig ist der menschliche Faktor bei der Aufgabe des CIOs? Wo sehen Sie da die Kernherausforderungen und welche Ratschläge würden Sie Kollegen dabei geben?
Gerade in Zeiten, die durch eine Automatisierung geprägt sind, in denen das Arbeiten jedes einzelnen in einem Unternehmen mehr und mehr durch IT-Systeme unterstützt wird, ist der menschliche Faktor ein extrem wichtiger. Der CIO sollte aus meiner Sicht gefilterte Informationen weitergeben, neue Möglichkeiten aufzeigen und vor allem die Angst vor Veränderung nehmen. Die IT Branche ist u.a. für ihre Schnelllebigkeit bekannt. Dieses Tempo ist für viele andere Branchen zu hoch und es ist aus meiner Sicht auch nicht sinnvoll es mitzugehen. Die gezielte Filterung von Information, die Übersetzung auf mögliche Vorteile für das Unternehmen zur gemeinsamen Beurteilung mit den Fachabteilungen ist eine zentrale Anforderung.
Darauf müssen sich auch IT Mitarbeiter einstellen. Die Zeit der klassischen IT, die Systeme aufsetzt, Datenbanken wartet und rein ein Service zur Verfügung stellt, geht dem Ende zu. Das Vertrauen der Kollegen der Fachabteilung zu gewinnen, um gemeinsam in eine spannende Zukunft zu starten ist aus meiner Sicht eine der Kernherausforderungen. Aus diesem Grund ist der interne Beratungsansatz für eine "inhouse IT" zentral, um die Kollegen der Fachabteilung in IT Themen zu unterstützen bzw. sie abzuholen. Ich persönlich habe positive Erfahrungen gemacht indem die IT transparent aufgestellt wurde. Eine „Blackbox“ als IT, in welche Themen eingeworfen und irgendwie gelöst werden, schafft kein Vertrauen. Wenn ich einen Ratschlag an Kollegen weitergeben darf: Laden Sie die Fachbereiche ein, die IT näher kennen zu lernen.

•             Welche Fähigkeiten muss ein #TopCIO vereinen?
Um ein guter CIO zu sein, muss man aus meiner Sicht sehr breit aufgestellt sein. Die technische Basis ist wie ich finde unumgänglich, jedoch hat sich die Aufgabenstellung stärker in Richtung "business" verschoben. Um den Anforderungen gerecht zu werden, stellen Beratung der Geschäftsführung, kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Person und der Abteilung, sowie Evaluierung von Branchentrends unter Bezugnahme auf die Kernkompetenz des Unternehmens ein, aus meiner Sicht, gutes Grundgerüst dar. Aufgrund der zuvor angesprochenen Geschwindigkeit der IT Branche wird nicht selten der CIO auch als "Chief Innovation Officer" benannt, da die Erwartungshaltung eben auch in Unterstützung bei Innovation geht und dem sollte er auch gerecht werden.

•             Welche Bedeutung hat für Sie der Confare CIO AWARD? Warum ist es wichtig, die besten IT-Manager auszuzeichnen und was bedeutet die Auszeichnung für Sie selbst?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Auszeichnung nicht nur den CIO betrifft, sondern das gesamte Unternehmen. Es zeigt, dass diesem zukunftsträchtigen Thema die entsprechende Aufmerksamkeit gegeben wird und die neuen Möglichkeiten erkannt wurden. Für mich persönlich wäre der CIO AWARD eine Anerkennung die zeigt, dass wir im Mittelstand auch mit weniger Ressourcen die richtigen Weichen gestellt haben und für veränderte Rahmenbedingungen in unserer Branche gerüstet sind.

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.


Freitag, 18. März 2016

Zwischen Oper, Weinbau und Immobilienmanagement – Wie #TopCIO Hannes Werderits bei Esterhazy die heterogenen IT-Anforderungen meistert


Hannes Werderits bringt als CIO die steigenden Anforderungen des Kulturbetriebes unter einem Hut mit dem Management ausgedehnter Ländereien und Liegenschaften. Das Ganze schafft er mit einem dreiköpfigen Team, was ihn zu einem aussichtsreichen Kandidaten für die Auszeichnung als TopCIO und den CIO AWARD 2016 macht.
Welche Anforderungen stellt der moderne Kultur- und Eventbetrieb an die IT?
Im Falle von Esterhazy sind die Anforderungen an die IT aufgrund der sehr heterogenen Geschäftsfelder extrem unterschiedlich. Einerseits betreiben wir bei uns im Haus diverse Abrechnungssysteme für den Holzhandel oder für den Weinverkauf, andererseits versorgen wir mit Verkaufssystemen für einen Kartenverkauf der Oper im Steinbruch St. Margarethen unsere Tochtergesellschaft Arenaria GmbH. Als zusätzliches Beispiel sei noch das Callcenter für den Kartenverkauf unseres Festspielbüros pan.event im Schlossquartier genannt.

Unterschiedlichste Systeme verlangen jedoch nach speziellem IT Know-How und Fingerspitzengefühl im Management der Geschäftsprozesse. Eine der größten Anforderungen bzw. Herausforderungen ist es hier, die Prozesse in Technik umzusetzen, wobei die Hardware bzw. die eingesetzten Produkte im Verantwortungsbereich der IT liegen und die den betroffenen Unternehmensbereichen bereitgestellten IT-Services funktionieren müssen.
Teilweise können Systeme konsolidiert werden, teilweise wiederum nicht. Als Beispiel: Mit dem System für die Immobilien-Pachtverrechnung unserer Feriensiedlungen kann unser Weingut in Trausdorf keinen Verkauf des Esterhazy Weingutes durchführen. Mit dem POS-System im Schloss Esterhazy wiederum kann kein Holz abgerechnet werden.
Welche Technologien sind dafür ausschlaggebend?
Im Rahmen des im gesamten Unternehmen gelebten Begriffs Nachhaltigkeit konzentrieren wir uns in der IT auch darauf, langfristig zu investieren. Dabei beobachten wir aktuelle Systemtrends und verwenden neueste Technologien. Wir haben einen größten Teil der Serverlandschaft virtuell in Betrieb, hinter der Virtualisierung arbeitet eine Enterprise-Storage eines bekannten Herstellers.

Unsere Unternehmensbereiche wachsen sehr schnell, daher müssen alle IT Vorhaben gut geplant werden und die implementierten Lösungen skalierbar sein. Es kommen laufend neue Themenbereiche bzw. Geschäftsfelder hinzu, wo selbstverständlich IT-Technik benötigt wird. Auch müssen diese IT-Lösungen durch das sehr schlanke IT-Team trotz Komplexität und Diversität zeitnah realisierbar sein. Wir bewegen uns laufend zwischen „Business-Enabling“ und „Innovation“; wenngleich ich in meiner Funktion als IT-Leiter für „Innovation“ gerne mehr Zeit hätte.

Welchen Impact hat die IT auf die Wahrnehmung des Unternehmens beim Endkunden?

Unsere Endkunden sind größtenteils die Unternehmensbereiche der Esterhazy-Gruppe und deren Tochtergesellschaften, da die Esterhazy IT als interner Servicedienstleister agiert. Die Esterhazy-IT hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt, um „am Ball zu bleiben“. So sehen wir uns als strategischer Partner des Business; teilweise verschmelzen die Unternehmensziele mit den IT-Zielen.

Wir haben aber auch Webshops und/oder Serversysteme im Einsatz, auf welche unsere Kunden direkt zugreifen, um unsere vielfältige Produktauswahl zu beziehen. Daher sprechen wir im Betrieb von einem 24x7 Betrieb, da Kartenverkaufsserver aber auch POS-Systeme im Schloss Esterhazy Montag bis Sonntag in Betrieb sein müssen.

Wo sind die nächsten Handlungsfelder für die Esterhazy-IT?
Da gibt es derzeit doch einige. Neben dem Tagesgeschäft wie Serverbetrieb und IT-Support beschäftigen wir uns mit der Registrierkassenpflicht und konsolidieren die unterschiedlichen Systeme an unseren Standorten mit dem Fokus auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit. Außerdem erweitern wir derzeit unsere Ticketverkaufssysteme an den Standorten Schloss Esterhazy, Schloss Lackenbach und Burg Forchtenstein durch ein „unternehmensweites“ System. Die Voraussetzungen dafür, wie beispielsweise redundantes Rechenzentrum im Schlossquartier in Eisenstadt, werden gerade geschaffen. Hier handelt es sich um klassische IT-Infrastrukturthemen, welche in einem gewissen Zeitraum realisiert werden müssen, um einen reibungslosen IT-Betrieb zu ermöglichen.

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Montag, 29. Februar 2016

„Der CIO muss Communities bilden!“ - #TopCIO Ulrike Huemer, Stadt Wien über die menschlichen Aspekte des IT-Managements und die Rolle des CIO bei der Digitalisierung

Mit ihrem Engagement für die Initiative „Digital City Wien“ setzt Ulrike Huemer Zeichen für die Bedeutung der IT für die Stadt und den Wirtschaftsstandort Wien. Den Stellenwert der IT zu unterstreichen ist auch einer der wichtigen Aspekte beim Confare CIO AWARD. Ulrike Huemer ist nach einer Nominierung durch ihre Mitarbeiter und Kollegen aussichtsreiche Kandidatin für die Auszeichnung als TopCIO und den CIO AWARD 2016.
Im Bloginterview zur Rolle der IT auf dem Weg zur Smart City Wien und wie man mit dem Veränderungsdruck als CIO umgeht.

Welche Rolle spielt die IT bei der Digitalisierung der Verwaltung? Wo sind dabei die Handlungsfelder des CIO?
Wir alle wissen, dass die Digitalisierung sämtliche Lebensbereiche verändert: die Wirtschaft, die Gesellschaft und natürlich auch die öffentliche Verwaltung. Wir sprechen daher auch von Verwaltung 4.0, der Digitalisierung und Individualisierung der Verwaltung und viel stärkeren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Die IT spielt daher eine zentrale Rolle in der öffentlichen Verwaltung. Der CIO hat neben den typischen Aufgaben eines IT-Verantwortlichen nunmehr die wesentliche Aufgabe Geschäftsprozesse und IT bestmöglich miteinander abzustimmen und in Einklang zu bringen und damit einen Beitrag zu höherer Effizienz und Effektivität zu leisten. Ferner kann und soll ein/eine CIO technologische Innovation in die öffentliche Verwaltung bringen und nutzbar machen.

Der Veränderungsdruck ist hoch – in der IT, aber auch für Anwender und letztendlich auch für den Bürger – Wie gehen Sie mit Veränderungen um und was sind dabei die Erfolgsfaktoren?
Veränderungen machen Angst und erzeugen im schlimmsten Fall Widerstand! Wichtig ist es daher offen zu kommunizieren und Veränderung transparent zu machen! Technologie verständlich zu machen und den Nutzen hervor zu heben! Wichtig ist es die Betroffenen mitzunehmen und sie einzubeziehen. Es gilt Communities zu bilden, um gemeinsam Veränderungen zu bewältigen und als Chance zu erkennen!

Wie wichtig ist der menschliche Faktor bei der Aufgabe des CIOs? Wo sehen Sie da die Kernherausforderungen und welche Ratschläge würden Sie Kollegen dabei geben?
Wie in allen Bereichen ist der menschliche Faktor der wesentliche Faktor! Es geht darum zu motivieren, zu mobilisieren, zu kommunizieren, mutig zu sein, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu agieren und vor allem selber Spaß an der Innovation und Veränderung zu haben.

Welche Fähigkeiten muss ein #TopCIO vereinen?
Gute Kenntnisse der Geschäftsprozesse, gute Kenntnisse der Stakeholder, gute Kenntnisse der Teamplayer! Darüber hinaus die Fähigkeiten Trends einschätzen zu können und diese nutzbar zu machen! Mut, Kreativität, Innovationskraft, Motivationskraft, Begeisterungsfähigkeit und sich ein gutes Team auf- und auszubauen, das über hohe fachliche Kompetenzen in sämtlichen Bereichen die IT verfügt.

Was sind Ihre nächsten Ziele?
Neben der Digitalen Agenda Wien, der Digitalisierungsstrategie der Stadt Wien, wird eine IT-Strategie im engeren Sinn bis längstens Ende 2016 zu erarbeiten. 2016 werden die Breitbandstrategie und die Cloudstrategie vorliegen! Ferner wird bis zum Schulbeginn 2016 mindestens eine App aus unserer Digitalen Agenda Wien umgesetzt sein. Und wichtig ist mir, dass die Digital City auch im Jahr 2016 wieder viele tolle Veranstaltungen durchführt und der IT Standort Wien immer stärker als etwas ganz Wertvolles wahrgenommen wird.

Welche Bedeutung hat für Sie der Confare CIO AWARD? Warum ist es wichtig, die besten IT-Manager auszuzeichnen und was bedeutet die Auszeichnung für Sie selbst?
Der CIO Award macht das Engagement von CIOs sichtbar und unterstreicht, wie wichtig die IT für die Unternehmen und deren Kundinnen und Kunden ist.

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Freitag, 26. Februar 2016

#TopCIO Mag.Werner Kerschbaumer, Welser Profile Beteiligungs GmbH – „Der Unterschied zwischen einer Top IT und einer guten IT? DIE MITARBEITER!


Mit der Aufgabe die Neupositionierung der IT im Unternehmen vorzunehmen hat Werner Kerschbaumer die Rolle des CIO bei Welser Profile übernommen. Inzwischen hat er die IT zu einem engen Ansprechpartner für die Fachbereiche gemacht, der in wesentliche Innovationsvorhaben an vorderster Front eingebunden ist. Das macht ihn zu einem der Top-Kandidaten um die Auszeichnung als #TopCIO und den CIO AWARD 2016 der am 6. April auf dem Confare CIO SUMMIT verliehen wird.
Was waren die Ziele und Herausforderungen bei der IT-Neuorganisation?
Hauptziel war die Positionierung der IT als interne, professionell geführte Serviceeinheit, die wie ein externer Serviceanbieter nach dem Auftraggeber – Auftragnehmer- Prinzip agiert. Dazu war es notwendig,
•             konzernweit alle IT-Aktivitäten in einem Unternehmensbereich zu bündeln,
•             die IT-Governance neu zu strukturieren,
•             sämtliche IT-Prozesse (z.B. Incident-Mgmt., Change-Mgmt., …) revisionssicher zu etablieren
•             die mittelfristige Ausrichtung an der von den Unternehmenszielen abgeleiteten IT-Strategie zu orientieren.
•             Eine verursachergerechte IT-Kostenverrechnung und ein aussagekräftiges IT-Controlling runden die Herausforderungen ab.
•             Ziel ist es auch die Ausrichtung permanent externen Benchmarks zu unterziehen, um eine permanente Verbesserung zu erreichen.

Wo sehen Sie die Handlungsfelder des CIOs bei Innovationen im Unternehmen?

Als großes Innovationsfeld sehe ich bei Welser Profile das Thema „Industrie 4.0“ in Kombination mit „Digitalisierung“. Ich bin zwar der Meinung, dass in der Vergangenheit bereits viel investiert und umgesetzt wurde, was heute unter diesen Schlagwörtern zusammengefasst wird, aber die allgemeine Aufmerksamkeit auf diese Themen bringt zusätzlichen Schwung. Neben der vertikalen und horizontalen Vernetzung von IT-Systemen finde ich die Integration über Unternehmensgrenzen als große Herausforderung. Gerade diese Wertschöpfungsnetzwerke bringen viele Chancen bei der Neugestaltung von Geschäftsprozessen innerhalb der Firma, sowie über Unternehmensgrenzen hinweg und generieren für das eigene Unternehmen und die Partner zusätzlichen Nutzen.

Wie wichtig ist der Faktor „Mensch“ bei den Aufgaben des CIOs?
Der menschliche Faktor ist nicht zu unterschätzen. Der CIO ist in erster Linie Führungskraft, das bedeutet, dass nicht die technischen Fähigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden, sondern die menschlichen Aspekte. Klare Werte und Ziele und kein Zick-Zack-Kurs müssen für die Mitarbeiter erkennbar sein, ebenso muss das Gesamtbild (Auftreten, Verhalten, Kommunikation) in sich schlüssig und glaubwürdig sein. Den Unterschied zwischen einer gut funktionierenden IT und einer TOP-IT machen zu einem großen Teil die motivierten Mitarbeiter aus.

Was macht einen #TopCIO aus?

Die Fähigkeiten eines TopCIOs unterschieden sich nicht gravierend von den Fähigkeiten einer Top-Führungskraft. Die wichtigsten Eigenschaften sind meiner Meinung nach Kommunikationsstärke, Lernbereitschaft, Disziplin, Motivationsfähigkeit, Offenheit, die Gabe komplexe Zusammenhänge einfach darstellen zu können, sowie geistige und körperliche Ausgeglichenheit.
Was bedeutet der Confare CIO AWARD für Sie?

Der Confare CIO AWARD ist eine unabhängige, externe „Würdigung“ der Leistungen der Informationstechnologie eines Unternehmens. Er unterstützt die Anstrengungen die IT im Unternehmen richtig zu positionieren und verstärkt die Wertigkeit einer IT indem er die Leistungen transparent macht.  Für mich persönlich wäre der CIO AWARD eine große Auszeichnung und der Beweis, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Mittwoch, 24. Februar 2016

#TopCIO Walter Hölblinger, Steyr Mannlicher – Die Grundlagen für Industrie 4.0 und Digitalisierung schaffen

„Bevor man den aktuellen Hypethemen blind folgt, muss man seine Hausaufgaben gemacht haben!“ So sieht Walter Hölblinger, Steyr Mannlicher, die Herausforderungen als IT-Manager in einem etablierten und erfolgreichen Traditions-Unternehmen. Dabei lässt er den menschlichen Aspekt nicht unbeachtet. Hölblinger sorgt für Verständnis zwischen den Fachabteilung, das macht ihn zu einem der Top-Kandidaten um die Auszeichnung als #TopCIO und den CIO AWARD 2016 der am 6. April auf dem Confare CIO SUMMIT verliehen wird.
Welche Veränderungen passieren gerade in Ihrer Branche? Es gibt einen sehr starken Trend hin zu einer permanenten und durchgängigen Digitalisierung mit der klaren Vorgabe „alle Daten müssen digital vorhanden sein“.
Durch die Entwicklung zur Industrie 4.0 wurde dieser Trend nochmals zusätzlich beschleunigt. Auf dem Weg dahin sind aber noch viele unterschiedliche Aufgaben und Probleme abzuarbeiten. Dieser Zwischenschritt, der sich um die Schaffung einer einheitlichen, digitalen Basis dreht, bezeichne ich gerne als „Industrie 4.0 Readiness“.
Was waren Ihre wichtigsten Handlungsfelder, als Sie die Rolle als CIO angenommen haben? Mein Fokus lag damals (wie heute) ganz klar darin, genau hinzuhören, Problemfelder zu analysieren und entsprechende Lösungsansätze zu liefern. Oftmals mangelt es einfach „nur“ an der Kommunikation: Die IT Experten sehen das Problem vom technischen Standpunkt, das Controlling vom kalkulatorischen Standpunkt und der User natürlich von der Anwenderseite. Wenn man jedoch ein und dieselbe Anforderung bzw. dasselbe Problem mit unterschiedlichen Bereichen bespricht, erhält man einen globaleren Blick darauf. Darüber hinaus sehe ich die IT auch als Initiator und Triebfeder für die Einführung von technischen Neuerungen und evaluiere deshalb laufend neue Innovationen, bevorzugt aus dem Bereich der IT Security.

Wie wichtig ist der menschliche Faktor bei der Aufgabe des CIOs? Wo sehen Sie da die Kern-Herausforderungen und welche Ratschläge würden Sie Kollegen dabei geben? Ich denke, dass in der heutigen Zeit generell viel zu wenig auf den Faktor Mensch und auf die direkte Kommunikation geachtet wird. Diesem Trend kann man als CIO aber gezielt entgegenwirken. Denn neben technischem Fachwissen, kaufmännischen Verständnis und dem Wissen um die Unternehmensziele, sollte auch ein gewisses Kommunikationstalent zu den Eckdaten eines guten CIOs gehören. Als Ratschlag würde ich anderen CIOs empfehlen, sich zwischendurch immer wieder vor Augen zu halten, dass die Technik den Menschen unterstützen soll – nicht umgekehrt!
Welche Fähigkeiten muss ein #TopCIO vereinen? Ein absolutes Muss sind wohl tiefgehendes Fachwissen, Kenntnisse über aktuelle Entwicklungen / Trends und das Talent auch komplexe Themen zielgruppengerecht präsentieren zu können. Auch das Wissen um die Unternehmensziele und wie seine Abteilung zu deren Erreichung beitragen kann, sollten ein fixes Merkmal eines Top CIOs sein.
Was sind Ihre nächsten Ziele? Den diesjährigen Confare CIO AWARD zu erhalten ;-)
Um ein tieferes Verständnis für die Wirtschaftsinformatik und deren Schnittstellen zu anderen Bereichen zu erhalten, habe ich Anfang dieses Jahres mein MBA Studium im Bereich IT Management begonnen. Neben dem erfolgreichen Abschluss, ist die Umsetzung von im Studium gewonnen Fachwissen ein ganz klares Ziel für mich.
Welche Bedeutung hat für Sie der Confare CIO AWARD? Warum ist es wichtig, die besten IT-Manager auszuzeichnen und was bedeutet die Auszeichnung für Sie selbst? Der Confare CIO AWARD zeichnet nicht nur die Top CIOs aus, sondern bietet auch die Möglichkeit für CIOs sich untereinander zu vernetzen und somit direkt miteinander zu Kommunizieren. Dies ist heutzutage unerlässlich, denn viel zu oft stehen CIOs vor den gleichen Aufgaben bzw. Problemen. Ein gutes Netzwerk bietet hier eine zusätzliche Möglichkeit sich auszutauschen und mögliche Lösungsansätze zu finden. Sehr selten werden gute IT-Manager „vor den Vorhang“ geholt und für ihre Arbeit ausgezeichnet. Deshalb ist der Confare CIO AWARD eine besonders wichtige Veranstaltung. Für mich persönlich würde dieser Award eine Bestätigung meiner Arbeitsweise als CIO und einen großen, beruflichen Meilenstein bedeuten. 

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Dienstag, 23. Februar 2016

#Top-CIO Peter Karas, BrauUnion – CIO der „neuen Schule“ – „Lass den Druck weg und sieh die Möglichkeiten“


Seit 2011 leitet Peter Karas die IT Agenden von BrauUnion – Heineken in Österreich. Davor hat er sich seine Sporen u.a. als IT-Manager bei Coca Cola und Mediaprint verdient. Dass er bei seiner Arbeit den menschlichen Aspekt in den Mittelpunkt stellt macht ihn zu einem der Top-Kandidaten um die Auszeichnung als #TopCIO und den CIO AWARD 2016 der am 6. April auf dem Confare CIO SUMMIT verliehen wird.
Der Veränderungsdruck ist hoch – Wie gehen Sie mit Veränderungen um und was sind dabei die Erfolgsfaktoren? 

Veränderung begleitet uns seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte. Man kann sie ignorieren, bekämpfen oder auch mitgestalten, ja sogar herbeiführen. Erfolgreiche Menschen bzw. Organisationen finden sich ausschließlich auf der „aktiven Seite“ der Optionen. Es überlebt derjenige bzw. es ist derjenige erfolgreich, der am besten anpassungsfähig bzw. aktiv ist. Dies gilt heute mehr denn je. Ich würde das obige Statement aber gerne umformulieren denn ich sehe nicht den Veränderungsdruck groß, sondern die Veränderungsmöglichkeiten. Für mich ist es daher sehr erfreulich, dass ich in einer Zeit IT Verantwortung leben darf, die enorm viele (IT-)Möglichkeiten bietet. Ich bezeichne mich als neugierig und offen für neue Lösungen und Möglichkeiten die uns noch erfolgreicher machen. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren beginnen für mich bei der kreativen Vision, den Sondierungsgesprächen mit Anbietern, Mitarbeitern und Kunden um daraus viel zu lernen, einer „Probier-kultur“ wo auch Scheitern erlaubt ist, bis schließlich hin zu einer qualitätvollen Umsetzung und ganz wesentlich der „menschlichen Begleitung“ des gesamten Prozesses. Damit meine ich die Begeisterung, die Beratung, manchmal die Entängstigung diverser Stakeholder weil Veränderung in unserer Kultur immer noch öfter als bedrohlich gilt.
Wie wichtig ist der menschliche Faktor bei der Aufgabe des CIOs? Wo sehen Sie da die Kernherausforderungen und welche Ratschläge würden Sie Kollegen dabei geben?

Ich bin der Meinung, dass jede erfolgreiche Führungsaufgabe einen wesentlichen menschlichen Faktor braucht. Ob in Politik, Sport, Wirtschaft oder privat … wir lassen uns doch gerne führen, wenn wir emotional begeistert sind und das nötige Vertrauen in die Kompetenz vorhanden ist. Speziell bei einem technologischen und damit eigentlich sehr sachlichen Thema braucht es aus meiner Sicht besonders diesen menschlichen Faktor um erfolgreich zu sein. Für CIOs die immer noch in der alten Denke ihre Technologie betreiben muss es bereits unglaublich schwierig sein, von seinen Kunden und Auftraggebern verstanden zu werden. Die Kernherausforderung sehe ich darin das wir alle eine gewisse Betriebsanleitung haben aus der wir uns nur sehr schwer lösen können. Wenn da jemand noch sehr in der „alten Schule“ verhaftet ist wird das als CIO auf kurz oder lang zum Scheitern führen. Mein Ratschlag, sofern mir das zusteht, wäre daher: Entscheide Dich für Technologie oder Leadership und sieh zu, dass Du in deinem Wahlthema vorankommst. Im ersteren Fall sehe ich die Wirkungsstätte mehr und mehr auf der Anbieterseite; Im zweiten Fall als CIO.

Welche Fähigkeiten muss ein #TopCIO vereinen?
Aus meiner Sicht braucht ein TopCIO eine klare Vision, was will ich in 3 bis 5 Jahren erreicht haben. Diese Vision sollte alle Stakeholder gleichermaßen begeistern also es muss für alle ein Benefit entstehen. Als weitere Kompetenz sehe ich die Wirkung auf die Mitmenschen; Wie kann ich meine Mitarbeiter maximal fordern und fördern, wie kann ich Kollegen zum positiven Erfahrungsaustausch gewinnen, wie kann ich meine Auftraggeber überzeugen, wie kann ich meine Kunden begeistern bzw. Lieferanten mit ins Boot holen. Als dritte wesentliche Kompetenz erachte ich die Umsetzungsstärke also das Abliefern der versprochenen Lösung in einer begeisternden Qualität in time and budget. Von einem TopCIO erwarte ich über das erfolgreiche managen der IT hinaus, dass er Dinge bewirkt, die dem Geschäft und seinem Umfeld anerkannt positiv und wertsteigernd zu Gute kommen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?
Ich „tanze derzeit auf mehreren Hochzeiten“! Über die normalen Ziele hinaus, die IT der Brau Union weiter zu entwickeln (zahlreiche Projekte, Kosten zu reduzieren, Agilität zu verbessern, Mitarbeiter zu entwickeln) sehe ich zwei Hauptziele:

Als IT Leiter der Brau Union lösen wir gerade unser ERP System ab, was nicht nur massiv in die IT Landschaft eingreift, sondern auch wesentlich in die betrieblichen Abläufe und auch stark in die Unternehmenskultur. Meine Ziele sind hier, ein funktionierendes neues ERP System reibungslos in Betrieb zu nehmen, die neuen Abläufe merkbar besser zu gestalten aber ganz wesentlich uns damit für die neuen geschäftlichen Herausforderungen fit zu machen. Einher geht eine breite Kulturänderung im eigenen Team aber auch in die zukünftige Zusammenarbeit, die abteilungsübergreifender und auch mehr im Konzern integriert, stattfinden wird. Vom Heineken Konzern wurde ich eingeladen, ein globales IT Projekt zu leiten. Ich darf hier die zukünftige IT Organisation konzernweit mitgestalten. Hier ist mein Ziel mehr auf Qualität und Geschäftsfokus zu achten, als das bisher geschah. Ich möchte und werde damit auch aufzeigen, wie wichtig die lokalen IT Leiter für den Gesamtunternehmenserfolg sind und damit diese Rolle stärken.
Welche Bedeutung hat für Sie der Confare CIO AWARD? Warum ist es wichtig, die besten IT-Manager auszuzeichnen und was bedeutet die Auszeichnung für Sie selbst?

Der CIO Award setzt aus meiner Sicht ein Branchen-Statement (vergleichbar einem „Modetrend“) was heutzutage für einen TopCIO wichtig ist. Ich glaube, dass der CIO Award speziell den vielen jungen und neuen IT Managern zeigt, worauf es ankommt. Es ist weiters wichtig und wertvoll die IT medienwirksam zu präsentieren denn die IT ist einerseits ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und andererseits der Motor für die anderen Branchen. Ich bin der Meinung, dass der CIO AWARD im Rahmen der Confare Veranstaltung ein bedeutendes Branchen Event darstellt.
Für mich persönlich wäre diese Auszeichnung ein weiterer Katalysator um den dann offensichtlich richtigen Weg noch überzeugter weiter zu gehen. Er würde mir auch innerhalb des Konzerns noch mehr Stärke verleihen um meine Sichtweisen einbringen und umsetzen zu können. Sowohl im eigenen Unternehmen als auch in anderen wäre diese Auszeichnung ein substanzieller Leistungsbeweis.

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.

Mittwoch, 27. Januar 2016

#TopCIO - Change-Management bei Lufthansa Global Business Services – CIO Klaus-Uwe Höffgen: Veränderung funktioniert nur, wenn die Betroffenen einbezogen werden

Als CIO hat Klaus Höffgen den Aufbau der Lufthansa Global Business Services als Shared Service Center IT federführend gestaltet. Im Blog-Interview gibt er einen Ausblick auf seinen Keynote Vortrag auf dem 9. Confare CIO SUMMIT am 6/7. April in Wien und spricht über die Rolle von Change Agents, die menschlichen Aspekte bei einem Change-Projekt und die Rolle des CIOs in Zeiten der Digitalen Transformation.



-             Was war die Ausgangslage für die Neupositionierung Ihrer IT?
Die Lufthansa Global Business Services (LGBS) wurde 2013 als neue Gesellschaft innerhalb der Lufthansa Gruppe gegründet. Mit Jahresbeginn 2014 bestand die Mannschaft der LGBS i.W. aus der Leiterrunde, d.h. der Geschäftsführung, den 9 „direct reports“ sowie einigen wenigen Mitarbeitern. In der IT gab es den CIO sowie einen Mitarbeiter. Danach erfolgte eine Reihe von Betriebsübergängen, die dann auch IT Teams mitbrachten. Am Ende des Jahres 2014 hatte die IT bereits 6 Teams mit insgesamt ca. 100 Mitarbeitern.

Natürlich bringt eine solche Entstehungsgeschichte vielfache Probleme mit sich. Jedes Team hat eigene Prozesse, Tools und vor allen Dingen seine eigene (Arbeits-) Kultur. Aus dieser heterogenen Ausgangslage galt es eine schlagkräftige IT-Abteilung zu formen.
-             Was waren die Erfolgsfaktoren um den Veränderungsprozess erfolgreich zu gestalten?

Im Rahmen von Betriebsübergängen ist es wichtig, die Leistungs- und Know-how Träger von der neuen Gesellschaft zu überzeugen. Darüber hinaus muss man sich die einzelnen Teamstrukturen genau ansehen und insbesondere Meinungsführer für die neue Abteilung gewinnen. Hat man den Übergang erst einmal erfolgreich, d.h. mit operativer Stabilität, überstanden, kann man sich den integrativen Aufgaben zuwenden.
Um aus der heterogenen Struktur der Abteilung zu einem homogenen Zielbild zu gelangen, benötigt man möglichst viele „Change-Agents“ aus den eigenen Reihen. Wir haben dazu verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die sich um Themen wie Mission-Statement der IT, Strategische Ausrichtung als Demand IT, Dokumentations¬richt¬linien etc. kümmerten. Für diese Gruppen konnte sich jeder melden und konstruktiv mitarbeiten.

Ich bin davon überzeugt, dass Veränderung nur funktionieren kann, wenn die Mitarbeiter ausreichend Möglichkeiten haben, sich selbst einzubringen.
-             Welchen Einfluss hat der Digitale Wandel auf Ihre Aufgabe und Rolle?

Die LGBS ist ein Shared Service Center (SSC) für die Prozessbereiche HR, Finance, Procurement und Revenue Accounting. Als SSC geht es natürlich darum, die Prozesse zu standardisieren und, unter Ausnutzung von offshore-Potentialen, möglichst kostengünstig zu produzieren. Somit legen viele SSC heute den größten Schwerpunkt auf Migration ihrer Operations in Länder mit günstigeren Arbeitskosten. Auf Dauer wird diese Optimierung allerdings Grenzen erreichen. Somit bleibt der zweite große Hebel der SSC: die Standardisierung und die damit mögliche höhere Automatisierung der Prozesse.
Aus meiner Sicht muss der SSC CIO diese Standardisierung und Automatisierung IT-seitig strategisch vorantreiben. Das ist im ersten Schritt schwierig, weil bei vielen SSC die Migration zu offshore-Standorten oberste Priorität genießt. Durch die Standardisierung und Automatisierung werden aber mittel- und langfristig sowohl höhere Qualitätslevel, als auch umfangreichere Auswertungsmöglich¬keiten realisierbar, die dann auch höherwertigere Serviceangebote der SSC  generieren werden. Somit sehe ich den digitalen Wandel auch als zentralen Treiber für die Weiterentwicklung der Shared Service Center.

-             Welchen "menschlichen" Herausforderungen sehen Sie sich als CIO gegenüber - und wie gehen Sie damit um?
In meinem konkreten Fall als CIO der LGBS sehe ich nach wie vor große Herausforderungen in der Integration meiner einzelnen Teams. Auch 1-2 Jahre nach einem Betriebsübergang ist bei manchen Mitarbeitern immer noch ein Vorbehalt gegenüber der neuen Gesellschaft spürbar. Hier ist viel Geduld und Nachhaltigkeit gefordert, um zu einem neuen Abteilungs-Spirit zu kommen.

Generell haben wir in der IT heute allerorten mit der Beschleunigung der Prozesse und dem Bedarf nach Agilität zu kämpfen. Die „IT der zwei Geschwindigkeiten“, die von vielen gefordert oder postuliert wird, muss von den Mitarbeitern auch umgesetzt und gelebt werden. Dazu ist viel Veränderung notwendig. Die klassischen IT-Tugenden wie Stabilität, (Daten-) Qualität und strategische Planung werden durch agile Entwicklungen und Projektmethoden teilweise abgelöst oder weiterentwickelt. Dies erfordert neue IT-Tugenden, die wir trainieren und umsetzen müssen.
Aus meiner Sicht werden die internen Mitarbeiter der IT-Abteilung weiter an Bedeutung gewinnen. Die Steuerung der IT der zwei Geschwindigkeiten stellt hohe Anforderungen an jeden einzelnen von ihnen. Die dafür benötigten Skills müssen wir weiter entwickeln und dauerhaft im Unternehmen verankern. Hier ist intensives HR-Management gefragt.

Treffen Sie Klaus-Uwe Höffgen und mehr als 300 hochkarätige IT-Entscheider aus der DACH Region auf dem 9. Confare CIO SUMMIT in der Orangerie des Schloss Schönbrunn in Wien. Anmeldung und Details auf www.ciosummit.at